7 Gründe warum du Reviewern eine Chance geben solltest.

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Ich bin dein größter Fan

Gleich am Anfang möchte ich mit einem wirklich großen Vorurteil aufräumen. Ich als Reviewer sehe es nicht als meine Aufgabe einen Cache von dir zu verhindern sondern diesen freizuschalten. Ich bin im Grunde dein größter Fan. Genau wie du liebe ich unser Hobby Geocaching und bin sehr froh das es Cacher wie dich gibt. Solche wie du, die mit viel Energie, Ideen und Freude unser Hobby interessanter und schöner machen.

Das Szenario

Voller Vorfreude, Enthusiasmus und Tatendrang hast du deine Beschreibung für deinen neuen Geocache fertig gestaltet und bist nun bereit den letzten Schritt zu wagen.

Screenshot_8“Zur Überprüfung einreichen”, ein kleine Aussage, welche aber Vieles in Gang setzt. Da du aber zuversichtlich nach Vorne schaust und dir sicher bist alles Nötige getan zu haben, klickst du ohne zu zögern auf den Button.

Vergessen sind die Stunden, Tage, Monate welches du mit recherchieren, überlegen, bauen und erkunden verbracht hast. Egal ist das ausgegebene Geld. Ab jetzt zählt nur das erste Log, welches dich für deine Mühen entschädigen wird.

Glaube mir, auch mir ging es nie anders. Zwar hatte ich schon bei der Ausarbeitung der Cacheidee bis zur eigentlichen Umsetzung immer viel Spaß, aber am Ende möchte man auch gerne entsprechende positive Rückmeldungen bekommen. Natürlich positive, was will ich mit negativ geschriebenen Logs. Diese Aussagen in Cachebeschreibungen das man sich über positive, aber auch negative Logs (Kritik) freut, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Hey, ich lege hier den ultimativen Cache, also ist ja wohl tiefste Dankbarkeit angesagt.

Die andere Seite

Nun ist Warten angesagt. Warten auf den schnöden ersten Log mit der Überschrift “Publish Listing” und kurzem Inhalt – “Published”.

 alfred heiler  / pixelio.de

alfred heiler / pixelio.de

 

Jetzt komme ich wieder ins Spiel. Ich bin auch seit ein paar Jahren “zur dunklen Seite der Macht” gewechselt.
Dadurch bin ich neben dem “normalem” Geocacher-Dasein auch Reviewer und sehe auch die andere Seite der Medaille.

Gründe warum du Reviewern doch eine Chance geben solltest

Grund 1 – Die ultimative Macht

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lichtkunst.73 / pixelio.de

Kommen wir mal schnell auf das Thema Macht zu sprechen. Den Gedanken das ich als Reviewer Macht habe, solltet du gleich mal knicken. Da war zwar mal was mit der Weltherrschaft, aber das hat mit den G-e-c-k-o-s zu tun und ist eine andere Geschichte.

Klar bin ich vielleicht derjenige der erst einmal darüber entscheidet ob dein Cache nun freigeschaltet wird oder eben nicht. Am Ende könnte ich absolut nichts gegen eine Freischaltung tun, wenn dein Cache den Richtlinien entspricht. Würde ich im “Rumpelstilzchen-Modus” auf den Boden stampfen und herum schreien, könnte ich eine Freischaltung deines Caches doch nicht verhindern.
Zur Not müsstest du dich dann eben an Groundspeak (Appeals) direkt wenden. Wie schon erwähnt, wenn dein Geocache in Ordnung ist, bist du auf der sicheren Seite. Im Normalfall sollten wir Reviewer Herr unserer Sinne sein und einen so langen Bart wie bei Rumpelstilzchen habe ich auch bei keinem Reviewerkollegen gesehen.

An Appeals würde ich dich übrigens auch selbst verweisen wenn ich nicht mehr selbst entscheiden kann /darf ob dein Cache freigeschaltet wird.

Reviewer Willkür
Wenn du also genau darüber nachdenkst wirst du sehr schnell etwas feststellen.
Reviewer-Willkür ist zwar ein gern benutztes Wort unter Cachern, aber mehr auch nicht. Hast du nichts falsch gemacht, geht dein Cache auch an den Start.

Grund 2 – Was du nicht weißt, macht die Sache heiß

Ziele von uns Reviewern

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helenesouza.com / pixelio.de

Ziel von mir und meinen Kollegen ist es Caches freizuschalten und dich dabei so gut es geht zu unterstützen. Natürlich funktioniert das nur wenn wir beide dann auch wirklich zusammenarbeiten und uns aufeinander zu bewegen. Das Ganze kann auch nur in einem gewissen Umfang geschehen.

Eigeninitiative

Es ist mir natürlich nicht möglich dir alle Grundlagen des Geocachens beizubringen oder Ideen für deinen Geocache zu zaubern. Hier ist deine Eigeninitiative gefragt und gefordert.

Suche die Vielfalt

Was dir aber immens dabei helfen kann, ist das Suchen von möglichst vielen Geocaches aller Kategorien. Suche Tradis, Multis, Mysteries, Letterbox Hybrid Caches, Wherigos und was es sonst noch gibt. Gehe Tag- und Nachtcaches an, besuche Events und tausche dich mit anderen Cachern aus. Dadurch wirst du viele neue Eindrücke und Ideen bekommen, was dir bei deinen eigenen Cache sicher hilfreich sein wird. Schau dir an was gut war und was, sagen wir mal suboptimal gelöst wurde und picke dir dann die Rosinen heraus.

Mache dich mit den Regeln vertraut

Klingt einfach und wird von den meisten einfach abgenickt. Dabei rate ich wirklich jeden sich die Richtlinien / Guidelines mal durchzulesen.

Außerdem steht dir noch das englischsprachige Helpcenter von Groundspeak und das Geocaching.com Wiki zur Verfügung.

Alles nicht gerade wenig, aber da unser Hobby Geocaching nun mal so groß und bekannt geworden ist, benötigt es nun mal gewisse Regeln.

Nicht zu vergessen sind natürlich all die Regelungen, Verordnungen und Gesetze in der realen Welt. Damit meine ich nicht unser Geocaching-Paralleluniversum, sondern die Welt die außerdem noch existiert. Ja, die gibt es. Unser Hobby steht nun mal nicht über diesen Dingen, sondern muss diesen leider entsprechen. Wäre schon klasse wenn man sich darum keine Gedanken machen müsste, oder?

Konsequenzen und Konflikte
Das Problem an der ganzen Sache ist, wenn du dir über diese Dinge keine Gedanken machen willst, ich als Reviewer muss es auf jeden Fall tun. Diese simple Feststellung hat schon erhebliches Konfliktpotenzial.

Deswegen ist hier mein Rat – Mach dich im Vorfeld schlau!

 

Grund 3 – Wie erklärt man einem Blinden die Farben?

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Ralph Aichinger / pixelio.de

Sorry wenn das jetzt provokant und überheblich klingt. Schließlich bist du in diesem Beispiel erst einmal der Blinde. Auf jeden Fall soll das Ganze aber in keinster Weise diskriminierend sein. Bitte also nicht falsch verstehen, vor allen nicht die Menschen, die wirklich blind sind.

Nehmen wir jetzt mal an das du deinen Cache zum Review freigibst. Fleißig wie du nun mal bist, hast du natürlich auch geschaut ob andere Caches weit genug von deinen Stationen und Final entfernt sind, du kennst ja schließlich die Abstandsregelung von 161m. Alles andere sieht auch problemlos aus. Wegen Naturschutzgebieten hast du natürlich auch mal hier geschaut und so wartest du auf den Publish-Log von mir.

Erstens kommt es leider anders und zweitens als mal denkt, oder so ähnlich.

Jetzt komme wieder mal ich und schreibe dir was von wegen Abstandskonflikt mit einer Station eines anderen Cache, besser noch, der andere Cache ist selbst noch gar nicht freigeschaltet. Außerdem lege ich noch eine Schippe drauf und schreibe was von Vogelschutzgebieten, oder Gebieten in denen kein Cache sein darf. Geht’s noch? Woher sollst du das alles wissen?

Somit haben wir wieder eine leider oft vorkommende Situation. Ich als Reviewer habe mehr Informationen als du und haue sie dir jetzt vor den Latz. Klar das dir das sauer aufstößt.

Ja, es ist wirklich so, dass ich als Reviewer manchmal mehr Informationen zur Verfügung habe als du. Das ich dadurch einen Vorteil habe kannst du dir aber abschminken, schließlich habe ich ja jetzt die schöne Aufgabe dir das klar zu machen.

Geheime Informationen

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Timo Klostermeier / pixelio.de

Was sind das nun für Informationen, die ich nun habe und bei denen du in die Röhre schaust? Fangen wir mal mit der ganz einfachen Variante an.

Abstandskonflikte mit anderem Cache

Es bestehen Abstandskonflikte bei einer gegenständlichen Station deines Cache (gegenständlich – dort hast du etwas versteckt), zu einer Station eines anderen Cache. Wie kann das sein?
Du hast doch auf der Karte nachgesehen und da war überhaupt nichts von dieser besagten Station zu sehen. Ob du es glaubst oder nicht, vielen Geocachern ist nicht bewusst, dass es Stationen gibt, die man aus logischen Gründen nicht auf einer Karte zu sehen bekommt. Dies sind bei Caches mit mehreren Stationen der Final, aber auch gegenständliche Stationen die man sich erst erarbeiten muss. Dies passiert durch manches Rätsel oder durch übergebenen Koordinaten einer vorgehenden Station. Somit schließt sich auch etwas der Kreis zu meinen oben genannten Vorschlag möglichst viele und verschiedene Caches zu suchen um Erfahrungen zu sammeln.

Noch schlimmer wird es wenn der andere Cache selbst noch gar nicht veröffentlicht ist, aber eher dran war als dein Cache. Dann bist du leider erst einmal chancenlos. Hier verweise ich mal auf einen anderen Artikel von mir wie hier in Bayern vorgegangen wird.

No Spoiler
In beiden Fällen ist aber eines sehr wichtig. Ich als Reviewer darf dir nicht sagen wo genau die andere Station liegt. Schließlich will und darf ich nicht spoilern. In diesen Fällen bleibt dir die Wahl den anderen Cache selbst zu suchen um die Stationen heraus zu bekommen, oder freundlich beim Owner des anderen Cache nachzufragen ob er dir weiterhilft.

Nochmal, genauere Angaben zu nicht sichtbaren Stationen von anderen Caches darf ich dir als Reviewer nicht geben. Du selbst würdest es bestimmt auch nicht gut heißen, wenn ich deine Stationen anderen verrate.

 

Versteckte Gebiete in denen Caches nicht oder nur eingeschränkt erlaubt sind

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Hannelore Louis / pixelio.de

Ein Vogelschutzgebiet von bedrohten Arten war mein obiges Beispiel. Auch hier habe ich mehr Infos zur Verfügung. Du dagegen hast hier leider keinen Zugriff darauf.

Warum ist das so?

Im Fall der Vogelschutzgebiete sind die Gründe leicht nachvollziehbar. Dies sind Gebiete in denen man das Ganze eben nicht an die große Glocke hängen möchte um z.B. Fototouristik, Nestraub, etc. vorzubeugen.

Mit dem G7-Sperrgebiet war es ähnlich. Auch hier sind die Gründe der Polizei  nachvollziehbar. Natürlich sollten Ausweichorte, – routen, etc. nicht öffentlich gemacht werden.

Einige andere Gebiete sind im Geocaching.com Wiki unter den verschiedenen Regionen einsehbar, welche von uns immer wieder ergänzt werden.

Unveröffentlichte Daten
Die oben genannten Beispiele sollen dir zeigen, dass es manchmal nicht möglich ist dir im Vorfeld bestimmte Gebiete zu nennen. Auch sollte dir bewusst sein wenn  dein Cache in solch einem Gebiet aufschlägt, dir keine genauen Angaben über die Größe, Grenzen, etc. genannt werden können.
Im Fall der Vogelschutzgebiete, bekommst du aber weitere Kontaktdaten von Naturschutzbehörden, an die du dich bei Bedarf wenden kannst wenn du dir unsicher bist.

 

Grund 4 – Hier steht’s schwarz auf weiß und ist trotzdem verkehrt

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Christine Schmidt / pixelio.de

“Was für eine Station soll das sein, die zu nah an meinem neuen Cache liegt? Da ist doch nichts! Den Cache habe ich doch schon gemacht und weiß das sicher!”.  So fängt oft die Diskussion an.

Ich muss dir dann leider zurückschreiben, dass sehr wohl ein Abstandskonflikt vorliegt, schließlich kann ich das ja eindeutig am Computer sehen.

Blöde Situation. Ich als Reviewer muss mich erst einmal auf die Angaben in der Datenbank verlassen die ihr als Owner eintragt. Warum? Glaub mir, uns wird ehrlich gesagt sehr viel erzählt, wenn der Tag lang ist. Außerdem gehe ich immer davon aus, dass die eingetragenen Daten von dir korrekt sind. Du verstehst? Das Gute im Menschen und so … Anders können wir Reviewer gar nicht vorgehen.

Tritt so ein Fall auf ist dann deine Geduld gefragt. Wir haben hier den klassischen Fall Aussage gegen Aussage.

Ich frage dann erst einmal beim anderem Owner an ob all seine Angaben korrekt sind. Oft klärt sich dann Einiges, aber manchmal entsteht dann leider auch neuer Klärungsbedarf. Mal wurde aus Versehen was Falsches eingetragen, mal leider mit Absicht. Jetzt wird das Ganze wieder zeitaufwendig, denn plötzlich muss ich zwei Caches parallel bearbeiten. Wie du dir sicher denken kannst wird es besonders uncool wenn die Daten aus purer Absicht falsch angegeben wurden. Was für ein Spaß! Saurer Owner, weil er erwischt wurde, saure Cacher, die nicht verstehen warum der Cache jetzt deaktiviert oder archiviert wurde und dann noch du, der eigentlich möglichst gestern seinen Cache veröffentlicht haben will. Alles etwas überspitzt von mir dargestellt, aber leider kommt so was vor.

Abhängigkeit
Wie du siehst bin ich als Reviewer abhängig. Abhängig von den eingetragenen Informationen in unserer Datenbank (WP, Beschreibung, Infos von dir als Owner, etc.) und abhängig von der Ehrlichkeit und Korrektheit der Angaben.
In solchen Fällen ist es wichtig zusammen zu versuchen Licht ins Dunkle zu bekommen.

 

Grund 5 –  Reviewer machen keine Fehler, oder 48 + 2 x 2 = 100

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Tim Reckmann / pixelio.de

Kommen wir nun zu dem eigentlich nie vorkommenden Fall. Mir als Reviewer passiert ein Fehler.
Du verstehst was ich meine? Die Chance, dass mir so was passiert liegt zwar bei 0,0001% und somit liegt meine Trefferquote der korrekten Entscheidungen bei beachtlichen 101%, aber geh jetzt einfach mal davon aus das es mir doch mal passiert.

Was kann man dann machen?
Leider verloren, könnte ich jetzt behaupten. Erstens mache ich keine Fehler und zweitens bin ich ja Reviewer. 4  Jahre Hochschulstudium an der Geocaching Academy haben mich zu dem gemacht was ich heute bin und da kannst doch du als “normaler” Cacher mir nicht erzählen, dass ich falsch liege. Lasse das Ganze mal auf dich wirken.  Gut, ich muss zugeben dass ich jetzt auch etwas alles überspitzt dargestellt habe. Geocaching Hochschulstudium ist nicht und auch ich bin nur ein normaler Geocacher.

Außerdem finde ich die Reaktionszeit mancher Cacher die es natürlich nur “gut” mit einem meinen wahrhaft erstaunlich. Schneller als eine Hochgeschwindigkeitskugel fliegt, ist der Fehler in allen sozialen Netzwerken und Foren verbreitet.

Fehlerlosigkeit, ein Fehler in sich
Im Ernst, Fehler können passieren. Wenn ich oder ein Kollege das merkt wird er normalerweise schnellstmöglich korrigiert. Ansonsten rede mit mir. Wenn ich von einem Fehler nichts weiß, kann ich ihn auch nicht ändern. Auch wir Reviewer sollten Fehler korrigieren dürfen, oder?

 

Grund 6 – Mein schizophrenes Ich als Reviewer

Einmal G-e-c-k-o-s immer G-e-c-k-o-s

Gleich am Anfang möchte ich hier erwähnen, dass ich so verfahre und hier jetzt erst einmal für mich spreche. Ich denke aber das sehr viele meiner Kollegen ähnlich verfahren.

Wenn ich z.B. auf Events unterwegs bin, dann als einer von den G-e-c-k-o-s. Klar kann man mich auch was fragen, was mit meiner Reviewertätigkeit zu tun hat, aber ich bin eben dort als ganz normaler Cacher anzutreffen. Ausnahmen sind Events auf denen das offizielle Auftreten als Reviewer erwünscht ist (GIGA, MEGA, etc.).

Spaß am Hobby, auch für mich

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twinlili / pixelio.de

Auch bei der Cachesuche bin ich unter unserem Account G-e-c-k-o-s unterwegs. Ganz ehrlich,  ich will schließlich Spaß an meinem Hobby haben und da eben nicht Caches überprüfen.
Würde bei einem Cache von einem Owner ein wirklich dicker Bock geschossen, dann wäre meine Reaktion nicht anders als zu der Zeit als ich noch kein Reviewer war. Ich nutze hier die gleichen Möglichkeiten wie du. Entweder ich schreibe den Owner direkt an oder verfasse ein passendes Log. (Infolog, NM-Log, NA-Log). Alles was du bei nicht vertretbaren Sachen eben auch machen solltest.

Verhaltensänderungen

Nachdem bekannt geworden ist, das ich auch der Reviewer UrbanWalker bin konnte ich ein paar Verhaltensänderungen von Manchen mir gegenüber feststellen. So ganz offen wird z.B. manchmal nicht mehr über Caches bei Events diskutiert wenn ich mit am Tisch sitze. Sehr schade, denn auch ich cache nämlich gerne und würde mich über interessante Neuigkeiten dazu freuen.

An mir selbst konnte ich aber auch ein paar Veränderungen feststellen. Gerade wenn ich dir wegen Reviewersachen Rede und Antwort stehe, versuche ich alles möglichst korrekt zu machen. Schließlich mache ich wie oben beschrieben keine Fehler. Diese “Hemmungen” wurmen mich dann manchmal ein wenig. Nimm es mir also nicht übel wenn ich manchmal etwas geschwollen rede.

Das Ganze hat auch folgenden Grund über den du vielleicht selbst gar nicht nachgedacht hast. Als Reviewer “vertreten” wir in gewisser Weise ja auch Groundspeak / geocaching.com. Deswegen überlege ich mir schon was ich dir sagen kann und was eher unter intern läuft. Manche Sachen sollen von uns Reviewern eben (noch) nicht nach außen getragen werden. Dieses Recht steht meiner Meinung nach Groundspeak zu. Ihnen obliegt es bestimmte Neuigkeiten als erstes zu verbreiten, bzw. für uns freizugeben. Ich selbst sehe da auch nichts Verwerfliches. So wird das in nahezu jeder Firma gehandhabt und ist bestimmt auch für dich nichts Neues.

Vielleicht denkst du jetzt ich als Reviewer bin eine Marionette von Groundspeak geworden. Hier meine klare Antwort – Nein! Groundspeak verbietet mir nicht den Mund. Wir Reviewer stehen im Austausch und Dialog mit ihnen und sehr wohl besitze ich eine eigene Meinung.

Trotzdem finde ich es wichtig klar zu machen, dass ich in bestimmten Gesprächen oder Diskussionen eben meine eigene Meinung vertrete und jetzt nicht im Namen von Groundspeak spreche.

Gleichbehandlung
Meine Bitte, geht mit uns Reviewern nicht anders um als mit anderen Geocachern. Nimm es mir bitte auch nicht krumm, wenn ich dir nicht alles auf die Nase binden werde, auch wenn ich über manche Dinge vielleicht etwas mehr weiß als du.

Grund 7 – Die Penetranz der Reviewer

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Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Mal ein kurzes Beispiel, natürlich vöööööllig aus der Luft gegriffen.

Ein neuer Cache wird eingereicht, T 4,5. Ich nenne den Cacher jetzt mal M.Beispielcacher. Als Attribute wurden “waten”, “Taschenlampe erforderlich”, “gefährliches Gelände” gewählt.
Ok, kann man machen.

Eine Note an mich wurde im Listing nicht hinterlassen, denn für M.Beispielcacher ist sicherlich alles klar.

Die Cachebescheibung hat er sehr spartanisch erstellt, schließlich setzt er auf den Überraschungseffekt.

Ab jetzt beginnt für mich dann die große Raterunde. Wo muss man waten? Auf der Karte sehe ich jetzt eher eine Straße. Warum ist das Gelände gefährlich und warum zum Teufel benötige ich bei einem Tagcache eine Taschenlampe?

Alles Fragen die ich nun M.Beispielcacher stelle. Dies ist dann die Nachricht Nummer 1.

M.Beispielcacher lässt sich nicht lumpen und schreibt mir natürlich zurück. Waten muss man im Wasser und die Taschenlampe braucht man weil es dunkel dort ist.

Cool, macht mich jetzt echt schlauer, aber auch etwas skeptisch? Ist er jetzt meinen Fragen etwas ausgewichen? Was ist mit dem gefährlichen Gelände? Wo ist denn das Wasser? Vielleicht eine Art Kanalisation? Deswegen rate ich mal weiter und schicke ihn die oben genannten Spekulationen von mir. Ich hoffe jetzt mal, dass ich ihn damit nicht beleidige und ihm was unterstelle. Das wäre dann Nachricht Nummer 2 von mir, usw. und so fort.

Das Ganze geht dann oft sehr lange hin und her. Du weißt aber sicher auf was ich hinaus möchte. Gerade wenn ich nur ein paar Brotkrummen hingeworfen bekomme und dem Owner alles aus der Nase ziehen muss, macht mich so etwas oft skeptisch. Leider auch öfters zu recht. Komischerweise ist ihm nämlich bewusst, dass mit seinem Cache etwas nicht in Ordnung ist und dieser keinesfalls den Richtlinien entspricht.

Besser ist in meinen Augen offen zu kommunizieren, manchmal kann man dann auch zusammen eine Lösung finden. Etwas zu verschweigen, was letztendlich den Cache dann doch ins Archiv befördert und vielleicht auch unserem Hobby schadet ist echt der falsche Weg.

Schweigen ist nicht Gold
Informationen sind für uns Reviewer unser wichtigstes “Werkzeug” zur Überprüfung deines Geocache. Ohne diese können wir nur spekulieren. Außerdem zieht sich dann der Reviewprozess nur unnötig in die Länge.
Etwas zu verschweigen was nicht den Richtlinien entspricht macht den Cache eben nicht Richtlinien konform. Dies solltest du nicht vergessen.
Also gebt uns Futter!

Schlußwort

Vielleicht habe ich dir mit diesem Artikel ein paar Gründe nennen können warum man uns Reviewer nicht immer gleich verteufeln sollte und schon gar nicht als “den Feind” sehen sollte. Schön wäre es natürlich wenn du manche Vorgehensweise und Entscheidung nun mit etwas anderen Augen siehst.

Das Wichtigste aus meiner Sicht wäre, dass du offen auf mich zugehst und mit mir auf gleicher Augenhöhe kommunizierst. Auch wenn ich Reviewer bin, bin ich weiterhin Geocacher dem unser gemeinsames Hobby wichtig ist. Auch ich liebe schöne Caches.

Apropos, schöne Caches. Da hab ich ja sogar noch Grund 8. Also schon wieder ein Fehler in der Überschrift, nicht mal zählen geht. :)

Grund 8 – Qualität ist das was du daraus machst

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Tim Reckmann / pixelio.de

Damit meine ich, dass ich als Reviewer nichts mit der Qualität der gelegten Caches zu schaffen habe, außer ich lege selber einen Cache.

Die Verantwortung das gute Caches gelegt werden liegt bei dir und den anderen Ownern.

Wenn ein Cache den Richtlinien entspricht, wird er von mir freigegeben. Wie dieser dann qualitativ ist habe ich als Reviewer nicht zu beurteilen.

Sei ein guter Cachekoch
Wenn man gute Zutaten verwendet, dann schmeckt es auch.
Wenn du also gute Geocaches finden willst, dann solltest du mit deinen Caches anfangen und dort auch auf Qualität achten.
Geh mit gutem Beispiel voran.

Links

Hier nochmal eine Übersicht der verwendeten Links.

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Über den Autor Gecko-1

Liebt den Unterhaltungsfaktor beim verstecken und suchen von Geocaches. Richtiger Name: Holger Hauptverantwortlicher von Geocaching-Franken.de und Gründungsmitglied des Gecocaching Teams G-e-c-k-o-s. Seit 2005 vom Geocache Virus infiziert. Außerdem ist er auch in der Fotografie Szene, abseits des Gewöhnlichen sehr aktiv. www.visual-dreams.de

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18 Kommentare

  • Die Willkür der reviewer ist der Tod von GC. Und das häuft sich leider.!

    • Ich will dich ja mit meinem Artikel keinesfalls bekehren. Wenn dies deine Meinung ist, muss ich das akzeptieren. Deine Antwort hat für mich aber leider auch etwas wenig Substanz / Inhalt. Auf die Reviewer Willkür bin ich ja im Text schon eingegangen.

  • Sehr schön geschrieben, ich verlinke mal den Blog von Firennice der sich auch mal zu seinem Leben als Reviewer und den Umgang mit Ihm geäußert hat. http://www.firennice.com/journal/2011/10/23/how-to-annoy-your-geocache-reviewer.html

  • Ich fand den Artikel sehr interessant…

    … und ich bin mit dem “teufel” Reviewer :) immer offen umgegangen. Und ich muss sagen, die Finger habe ich mir noch nicht verbrannt, ganz im Gegenteil, eher mal auf Sachen Aufmerksam gemacht worden, welche bei mir im “Eifer des Gefechts” doch irgendwie in den Hintergrund getreten sind und dann “Aus den Augen… aus dem Sinn” ….

    Na ja ich gehe mal davon aus, das man(n) weiß was ich sagen möchte.

    Okay.. Ich finde ( mein Arbeitskollege würde jetzt wieder sagen ” Er fängt das Schleimen an” was aber so nicht gewollt ist ) … Ich find … ist blöd…..

    Ich bin der Meinung..das Ihr im Endeffekt hier einen “Job” macht, so kann man es bezeichnen, wo andere Dosen suchen und Ihren Spass und Vergnügen haben, und Ihr euch über “unsere” Listings und Dosen sitzt, nach Fehlern oder Ungereimtheiten ( oh sieht das wort sch… aus ) schaut, wo Ihr eigentlich selber Dosen suchen könntet und Euren Spass haben könntet.

    Daher hier erst mal meinen Herzlichen Dank an Euch. :)

    Ich habe zur Zeit, zwei Reviewer in “beschlag” , einen für meine zur Zeit eigenen gelegten Dosen und einen Reviewer wegen einen Earthcache….

    Und der erste Satz vom dem Earthcache-Reviewer fand ich so was von geil, was Ihn mir echt sympatisch gemacht hat, da es mein erster Earthcache ist.

    ich versuche es mal so wiederzugeben :”

    —————————————————————————
    Hallo xxx ( mein Nick ”

    Mein Reviewer-Name ist GeoawareDExx . Meine Aufgabe ist es, gemeinsam mit anderen “Geoawares” EarthCaches auf ihren formellen und geologisch interessanten Inhalt und Einhaltung der Guidelines von Geocaching (Groundspeak) durchzusehen und sie freizuschalten. In allen Fragen rund um die EarthCaches helfen wir Dir gerne weiter.

    bla bla bla

    Bitte denke daran, dass Hinweise und Kritik von mir Dich bei der Erstellung des Listings unterstützen sollen. Sie sind nicht als Hindernislauf gedacht, sondern als Hilfestellung und Gespräch, um die relativ hohen Anforderungen der Guidelines zu erreichen.

    Es tut mir leid aber ich kann Deinen EarthCache momentan noch nicht freischalten. Folgende Punkte entsprechen nicht den aktuellen EarthCache-Guidelines:

    ———————————————————————————-

    das fand ich schon mal so was von klasse..

    Auch bei anderen Cache ( z.b. einer Challenge ) wurde mir geholfen.. da ich einige Sachen so nicht beachtet hatte..

    Also Fazit:
    Ich finde es beachtenswert und echt gut von Euch “teufel “Reviewer…

    Daher mein Dank an Euch für Eure “zusätzliche Arbeit” obwohl Ihr auch einfach nur Tupperdosen suchen könntet.

    Vielen lieben Dank an Euch Reviewer.

    Somit mein letzten Satz :

    Bis bald im Wald und weiter so
    Tehff oynpxqrivynpughaqfrpumvt :)
    Klaus :)

    P.S. mal noch ne Frage: schaltet Ihr eure eigenen Cache selber frei :) :) :) :) :) :) (bitte nicht Kommentieren)

  • Hallo, ein sehr gut geschriebeber Artikel. Natürlich kannst du aber nicht für jeden Reviewer sprechen. Auch wenn das alles verständlich ist, der Ton macht immer die Musik. Ich vermute das Reviewer hunderte von Mails bekommen und diese alle prüfen müssen. Wenn da mal einer seinen Cache etwas spartanisch beschreibt, sodas Fragen offen bleiben bzw. eine Bedingung nicht stimmt, dann ist eine kurze Erklärung wichtig, nicht abgehakte Sätze die einem mit Fragezeichen auf dem Kopf zurücklassen.

  • also, auch ich finde, dass der artikel sehr gut verfasst ist! ich denke, dass sehr vieles aus den beispielen entspricht und es auch wichtig ist, dass man “zusammenarbeitet”!
    danke für dein beitrag!

  • Ich habe selbst 30 eigene caches gelegt mit über 600 Favoritenpunkten und in den Fällen, wo der/die Reviewer Rückfragen hatten, waren diese sinnvoll und berechtigt.
    Unglücklich ist halt immer noch die Abstandsregel, bei der man nicht unbedingt erkennen kann, ob da ein WP eines anderen caches liegt. Denn ich halte es so: ich möchte z. B. einen bestimmten Wirt gern verwenden und suche mir danach eine location. Wenn dann diese nicht zur Verfügung steht, wird die Suche mühsam, weil sie ja in meiner homezone liegen soll – wegen schneller Pflege und Kontrolle.
    Dennoch freue ich mich, dass es (ehrenamtliche) Reviewer gibt, die unserem Hobby die nötige Struktur geben.
    Blindfische unter den Versteckern gibts ja mittlerweile genug.
    Also Reviewer-Jungs und -Mädels: Danke für eure Arbeit.

  • Cacher aus NRW

    Hallo,
    mich würde mal interessieren was ein Reviewer so alles in seiner Webseite bei GC.com sieht. Z.B. ob er eine Karte mit allen Waypoints/Finals aller Caches sieht. Ob er Zugriff auf alle Lösungen der Mysteries hat (die als Reviewer Note eingetragen wurden). Oder vielleicht nur auf die Mysteries aus seinem Zuständigkeitsbereich. Wie ist die Cachewarteschlangen Ansicht……

    Die Frage ist aus wertfreier Neugier.

    Ich möchte anonym bleiben um keine Sprüche bei Events zu kassieren. :-)

  • Danke Holger,

    dieser Artikel spricht uns beiden aus der Seele…

    Eine Kleinigkeit würden wir aber noch weiter hervorheben, APPEALS!

    Nein, wir sind nicht böse, eingeschnappt oder gar rachsüchtig, wenn ein Cacheowner der Auffassung ist, das er/sie nach einem erfolglosen Reviewprozess, oder einer sonstigen Handlung von uns, er/ sie möchte seinen/ihren Fall nach Seattle zu tragen.
    Ganz im Gegenteil, wir freuen uns eher, wenn Seattle uns grünes Licht gibt, einen neuen Geocache zu publishen (oder wieder aus dem Archiv zu holen). Solche Entscheidungen helfen uns auch bei zukünftigen Reviewprozessen den grünen Knopf zu drücken (denn genau das machen wir am liebsten).

    Auch danke an unseren lieben Trracer, der uns in den Kommentaren auf einen Blogpost aus Utah hingewiesen hat, den wir noch nicht kannten (aber ebenfalls vollumfänglich nachvollziehen können).

    Danke Holger, dass du dir die Zeit genommen hast, und diesen Artikel verfasst hast.

    Liebe Grüße aus den Norden

    GerandKat
    Katrin und Gerwin
    Volunteer Reviewer bei Geocaching.com

  • Sehr schöner Artikel. Ich persönlich hatte auch nie wirklich Probleme mit Reviewern und wenn es mal Unstimmigkeiten zu Cachedetails gab ließen sich die immer gut klären.
    Hab aber auch lange nichts mehr versteckt und denke die ganzen Regeln, Vorschriften und Gesetze nehmen in letzter Zeit ganz schön Überhand (was aber natürlich nicht Schuld der Reviewer ist, die müssen das ganze nur durchsetzen).

  • Sehr schöner Artikel ja ich habe bislang 2 Caches gelegt und noch keine Negative Erfahrung gemacht nur das eure Standardtexte denken dass Handicap Handycap geschrieben wird :no: Nein ernsthaft ich hatte da noch keine Probleme :ui:

  • Hallo lieber Holger,

    grundsätzlich ist es immer gut, wenn man vor der Community mal klare Worte findet und letztlich selbst darauf hinweist, dass Reviewer eben nicht der Geocaching-Adel sind, sondern in Wahrheit nur Frondienste für ein gewinnorientiertes Unternehmen leisten. Solange jeder dabei aber eine persönliche Befriedigung aus der Sache zieht, soll’s mir recht sein.

    Widersprechen muss ich ganz klar zum Stichwort “Reviewer-Willkür”. Natürlich gibt es die!

    Reviewer haben leider regionale Zuständigkeiten in Deutschland, sodass man auch als Geocacher mit speziellen Dosen/Listings/Anliegen immer nur an dieselben paar Leute gerät. Das System sollte man ändern zugunsten einer Poollösung. Es ist doch völlig egal, ob der Reviewer in Kiel oder Mannheim hockt, denn vor Ort geht eh keiner prüfen. Und es ist auch eine Tatsache, dass Reviewer eben nicht neutral sind, sondern klar (wie Lehrer) auch ihre Freunde und Lieblinge haben. Das kannst du jetzt abstreiten, aber bei rund 80 Reviewern in Deutschland ist auch das eben Realität, wenn auch vielleicht nicht bei dir konkret. Hinzu kommt, dass oft Dinge gefordert werden, die gar nicht in den Guidelines stehen, oder die der eine einfordert, der andere aber nicht. Beispiel: Genehmigung für einen Petling unter der Wartebank eines Bushäuschens. Dieses “Messen mit zweierlei Maß” ist, was die Willkür ausmacht. Es ist letztlich Glückssache, an wen man gerät. Und das ist ätzend, denn Reviewer sollten einen Sachverhalt immer gleich beurteilen. Egal, ob man befreundet ist oder nicht, (berechtigt/unberechtigt) als eher anstrengend gilt oder nicht und so weiter. Im Norden gab es mal eine Reviewerin, die die Dosen ihres Ehemannes, der früher mal Reviewer war, immer normalen Dosen in der Warteschlange vorgezogen und sofort gepublisht hat, in einigen Fällen auch zum Nachteil gerade entstehender Multis. Frag die Community im nördlichen Niedersachsen, die wissen, um was/wen es geht. Warum hat sie das gemacht? Weil sie es konnte! Klarer Missbrauch von Kompetenzen, Groundspeak hat aber nichts unternommen, weil die ja froh sind, dass es Leute gibt, die ohne Bezahlung ihre Freizeit opfern. Also wird sich immer hinter die Reviewer gestellt. Zudem nerven auch kreative regionale Regelungen. Bei Challenges musste man bis zum Beginn des Moratoriums beispielsweise in Hessen nachweisen, dass in einem Umkreis von 5 Kilometern mindestens 10 Leute die Challenge erfüllen können. So ein Nachweis steht nirgends in den Guidelines, außerdem ist das objektiv nicht nachprüfbar und setzt zudem voraus, dass man Kontakt zur Community hat und haben will, denn sonst kennt man die Leute nicht. Meine Mail ans HQ wurde mit dem üblichen Blabla beantwortet, dass Reviewer aufgrund ihrer Erfahrung auch weitere Dinge einfordern könnten. Was nützt mir also Dein Hinweis im Artikel, dass ich mich mit den Guidelines vertraut machen soll, wenn eigene Regeln gebastelt werden, die nirgends stehen? Das alles sind Beispiele dafür, was als “Reviewer-Willkür” gilt. Wenn du jetzt dabei bleibst, dass es das nicht gibt oder nur Ausnahmen sind, leben wir in unterschiedlichen Geocaching-Universen, sorry. Zudem gibt es einen süddeutschen Reviewer, der bei österreichischen Listings Notes postet, nicht als Spieler, sondern mit seinem Reviewer-Account. Ein solches Aufplustern im Ausland, wo er gar nicht zuständig ist, ist sehr daneben. Frag die Tiroler … Ich habe einen konkreten Vorschlag, der die Lage deutlich verbessern könnte, nämlich die zeitliche Begrenzung der Funktion auf maximal drei Jahre. Danach wird jemand anderes Reviewer und man tritt wieder in die zweite Reihe zurück und darf die Funktion nicht wieder übernehmen. Eine solche Regelung würde die Gefahr von Fehlverhalten gewiss begrenzen.

    Letzter Punkt, bitte nicht böse sein oder persönlich nehmen: In dem Text sind echt viele Rechtschreibfehler und noch mehr Kommafehler. Trracer, der hier auch schon kommentiert hat, ist “Community Volunteer Translator”, also ein Kollege von dir. Vielleicht kann der das mal durchkorrigieren, ihr arbeitet doch bestimmt gut zusammen.

    Viele Grüße aus Lörrach,
    Marco.

    • Stefan Fridge

      Es ist ganz gewiss nicht so, daß alle Reviewer sich willkürlich verhalten, aber die Liste der tatsächlichen oder gefühlten Fehlverhalten ist schier endlos! Und sowas zerstört Grundvertrauen, bevor man seinen ersten Cache zur Überprüfung einreicht.

      Ich erinnere da an einen Ex-Reviewer aus Bremen, der nachträglich seine Geburtstagsfeier als Event freischaltete, an einen Ex-Reviewer aus Bayern, der sich immer eigene Regeln ausdachte so daß eine Petition nach Seattle geschickt wurde und um Abberufung dieser Person gebeten wurde oder an einen Reviewer, der in seinem Profil bei “Beruf” bis diese Zeile abgeschafft wurde “Geocachingprofessor” stehen hatte. Gerade auch sowas macht die Geisteshaltung mancher Reviewer deutlich: Da will uns dummen Studenten ein allwissender Professor unser gemeinsames Hobby erklären? Ich glaube, es hackt. Das ist sehr arrogant und zeigt, daß der Mann die falsche Einstellung zu seiner Funktion und zu seiner eigenen Bedeutung hat.

      Es scheint schon so zu sein, daß wirklich viele Reviewer sofort die Bodenhaftung verlieren, sobald sie im Amt sind. Außerdem haben viel zu viele Reviewer Blogs, Twitter, Facebook. Da wird viel Zeit vertrödelt, statt das zu machen wozu Reviewer da sind nämlich Listings zu bearbeiten. Und das Problem dabei ist, daß es keine effektive Aufsicht oder Kontrolle gibt. Formal soll das wohl Seattle sein, aber die sind in Wahrheit echt froh, dass es so viele Cacher in Deutschland gibt, die meinen Reviewer zu sein ist das Höchste der Gefühle und darum kostenlos viel Zeit opfern, während im HQ die Gewinne eingestrichen werden. Deswegen wird Groundspeak sich nur in allerschwersten Fällen gegen Reviewer stellen und sonst alles durchgehen lassen. Also gibt es gar keine Kontrolle. Das ist negativ.

      Den Vorschlag eines Rotationsprinzips (möglichst noch per Zufall) und eine Begrenzung auf Zeit finde ich super. Reviewer wird man, indem Freunde andere Freunde vorschlagen. Da kommt nie frischer Wind rein bei so einem System. Eine Auswahl per Zufall und ein Austausch von einem Drittel nach einer gewissen Zeit würde die Qualität steigern, Höhenflüge verhindern und die Gerechtigket fördern, ohne aber Kontinuität einzubüßen. Aber da für Groundspeak ja alles super läuft, wird sich gar nichts ändern. Aber ich bin dankbar, dass man hier auch kritische Anmerkungen und Ideen äußern darf.

    • Es ist doch völlig egal, ob der Reviewer in Kiel oder Mannheim hockt, denn vor Ort geht eh keiner prüfen.

      Da muss ich dir leider schon einmal widersprechen. Früher ging das vielleicht, aber mittlerweile gibt es so viele regionale Unterschiede von Bestimmungen, Regelungen, etc. aus der “realen” Welt, dass es nicht mehr so einfach ist in einen anderem Bundesland zu reviewen. Selbst wenn wir in anderen Bundesländern mal aushelfen, müssen wir uns mit anderen Vorgehensweisen befassen.

      Wenn man Fehlentscheidungen von uns Reviewern sammeln will, kriegt man sicher einiges zusammen. Das kann man nicht abstreiten. Warum? Weil wir eben auch nur Menschen sind und bestimmt nicht allwissend. Warum Manches so oder so läuft, kann man auch nur im Einzelfall klären.

      Auswahl per Zufall, befristet … ? Ich halte das eher für nicht so förderlich. Es ist auch wichtig, dass wir in den einzelnen Regionen als Team zusammen gut funktionieren. Wir machen keine Einzelentscheidungen, sondern sprechen uns bei Unklarheiten im Team ab. Dies passiert eigentlich in allen Bundesländern und Teams. Wir wollen eben auch dadurch vermeiden, dass willkürlich entschieden wird. Ein gut funktionierendes Team halte ich in den einzelnen Regionen für am Wichtigsten.
      Deswegen brauchen wir Teamplayer. Ich will mich auf das Team verlassen können, in dem ich bin. Schon aus diesen Gründen ist eine Teilung in Regionen wichtig und ein eingespieltes Team genauso. Das geht nicht, wenn es immer wieder zu Wechseln kommt. Jeder Neue wird von uns eingearbeitet und das benötigt Zeit.

      Außerdem nochmal zur Auswahl per Zufall und befristet. Meine Gegenargumente sind hier folgende:
      – Wir bauen oft Kontakte mit Behörden, etc. auf und sind dann auch oft direkte Ansprechpartner. Dies würde dann nicht mehr gegeben sein.
      – Wenn einer per Zufall und nur befristet gewählt wird, dann kann er doch mal richtig die Sau raus lassen. Da schaltet er eben mal alles frei, weil er gerade Lust hat und bringt unser Hobby so richtig in Verruf. Oder das Gegenteil, er archiviert mal quer durchs Land. Warum? Weil es ihm Spaß macht. Für mich wären das eher chaotische und unhaltbare Zustände.

      Ich sehe das Ganze auch nicht als Frondienst, sondern eben als ehrenamtliche Arbeit für mein Hobby, welches ich sehr mag.

      Es lässt sich auch nicht vermeiden, dass man andere Cacher kennt und auch wenn es verwunderlich ist, auch Reviewer haben sogar Freunde. Trotzdem sollte man Caches immer neutral behandeln. Genauso wie ich nicht die Qualität eines Caches bewerte, so gehe ich auch mit Caches von Freunden um, nämlich neutral.

      @Stefan Fridge
      Echt jetzt? Geocachingprofessor bringt dich zum platzen? Interpretiert du da nicht etwas zu viel rein? Wir G-e-c-k-o-s arbeiten schon seit Jahren an der Weltherrschaft. Was ist denn dann das? Es gibt auch Reviewer, die einfach mal eine Spaß machen. Man sollte wirklich nicht alles auf die Goldwaage legen. Manchmal ist eben nicht alles so Bierernst.

      Danke euch auf jeden Fall für eure Kommentare.

      • Stefan Fridge

        Hallo Holger,

        zuerst: Ich kenn Marco gar nicht und hab nur auf seinen Beitrag oben bezug genommen.

        Ich will nochmal auf “Verfehlungen” eingehen, denn da muss man doch klar unterscheiden. Du sagst, “wir sind auch nur Menschen”. Unbenommen, das lasse ich stehen, wenn ihr einen rein fachlichen Fehler macht. Die Beispiele, die oben aufgezählt wurden und sich alle sehr ins Gedächtnis der Community eingegraben haben, sind aber keine “Fehlentscheidungen”, sondern schlicht Machtmissbrauch. Dabei unterstelle ich natürlich Vorsatz, denn wenn man im Ausland mit seinem Reviewer-Account Kritiknoten postet, Dosen des Ehepartners freischaltet und damit entstehende Multis kaputtmacht oder seine Geburtstagsparty nachträglich als Event publisht, bin ich absolut sicher, dass alle diese Reviewer schon in dem Moment bzw. davor ganz genau wussten, dass das eigentlich nicht geht und eine Kompetenzüberschreitung ist. Ich kann mir das Verhalten nur so erklären, dass es einfach zu berauschend ist, es trotzdem zu tun. Aber damit haben die dann auch bewiesen, dass sie für den Reviewerjob nicht geeignet sind. Zudem hat das alles keine Konsequenzen, weil Groundspeak ja froh drum ist, dass sie keine Reviewer bezahlen müssen und somit mehr Geld machen können. Das muss man auch mal deutlich aussprechen dürfen.

        Und deswegen bin ich der Meinung, dass das derzeitige Rekrutierungssystem “Freunde werben Freunde” falsch ist, weil es keine unabhängige Eignungsprüfung und spätere Kontrolle beinhaltet. Da kommen zumindest teilweise Leute in die Funktionen, die da nicht hingehören und man wird die später nur schwer wieder los. Deswegen wünsche ich mir eine Bestenauslese. Vielleicht ist ein Zufallsprinzip nicht optimal, ok. Aber dann sollen sich potentielle Kandidaten bewerben (Selbstbewerber haben derzeit gar keine Chance) und die lokale Community stimmt ab, ob sie den Bewerber für qualifiziert hält oder nicht, ähnlich wie beim Geocacher of the month. Das ist zwar aufwändiger, minimiert aber den Umstand, dass ungeeignetes Personal Macht bekommt und sorgt von Anfang an für einen großen Rückhalt in der Community, der sie ja dienen sollen. Und den Reviewerjob außerdem zeitlich zu befristen ist klug und sinnvoll, wenn man sich regelmäßig zur Wiederwahl stellen müsste. Dann gäbe es über die Community endlich auch eine Kontrollinstanz.

        Poollösung: Du sagst, es gibt zu viele regionale Besonderheiten. Mag sein, aber wenn ihr jetzt in anderen Bundesländern aushelft, müsst ihr euch mit denen ja auch jetzt schon vertraut machen. Wo ist also der Unterschied? Da gibt’s doch eine Liste, wo für jedes Bundesland alles aufgeführt ist und danach richtet man sich dann. Ich seh das Gegenargument gegen eine deutschlandweite Poollösung nicht. Die positiven Effekte der Durchmischung sehe ich hingegen ganz klar.

        “Weltherrschaft”: Auch da würde ich um klare Differenzierung bitten und sage dir meine Meinung dazu. Wenn du das in deinem Spielerprofil stehen hast, finde ich es lustig und lächle darüber, so wie ich das bei deinem Volunteer-Kollegen Trracer mache, der die Weltherrschaft mit seiner Schweigenden Mehrheit ja auch anstrebt. Wenn du das aber in deinem Reviewerprofil drinstehen hättest, würde ich es deplatziert und unseriös finden, denn als Reviewer bist du eben nicht “privat”, sondern repräsentierst “die Firma” und “das Spiel”. Und das sollte neutral, ernsthaft und sachlich geschehen. Sonst kann man so ein Reviewerprofil einfach nicht ernst nehmen. So sehe ich das jedenfalls.

        Jetzt bin ich auch still, ich wollte nur auf deine Argumente eingehen. Und ich bedanke mich nochmal, dass du auch solche kritischen Anmerkungen hier zulässt. Das ist zumindest eine echte Diskussion und die tut der Sache gut, weil so jeder alle Argumente selber bewerten kann.

        Ciao, Stefan

  • Lieber Gecko-1

    Vielen Dank für diesen interessanten Artikel. Ich habe es genossen diesen zu lesen

    Du schreibst, das man von den Reviewern auch Hilfe erwarten darf, Caches die nicht ganz den Regeln entsprechen so anzupassen dass sie dennoch published werden können.
    Leider durfte ich erst kürzlich die Erfahrung machen, dass man auf diese Hilfe nicht zählen kann, obwohl ich extra vorab, bevor ich den Cache zum Publish freigeben wollte unsere Reviewer um Hilfe bat…

    Ich wollte einen Event durchführen der etwas komerziell erscheinen könnte obwohl er es nicht ist. Ich bat die Reviewer um Hilfe wie man das Listing umschreiben könnte ohne das der (lustige) Urgedanke des Events verloren gehen würde.

    Die Antowort die ich erhielt lautete:
    **
    Eigentlich hast du dir ja deine Frage schon selber beantwortet: es darf keine komerziellen Events geben.
    Somit muss alles, was irgendwie mit XXXX zu tun hat, raus aus dem Listing.
    **

    Leider keine sehr hilfreiche Antwort. Schade…

    Liebe Grüsse
    Josef

  • Guten Morgen,

    der Artikel ist gut geschrieben.

    Und so wird mir auch Einiges klar. Der Reviewer hat seine Regeln und handelt danach. Leider sieht er nicht was ich in der Ferne für eine Dose veröffentlicht haben möchte. ;-)

    Jetzt weiß ich auch endlich auf was man als Cacher alles achten sollte. Vogelschutzgebiet? Naturschutzgebiet? Jessas. Vieles überlese ich…. gut, und Reviewer sind ja auch nur Menschen. :wahn:

    Heute (26.10.15) wird in FB wieder gegen die “bösen” Reviewer geschrieben. Schade. Wenn Reviewersein so toll wäre würden es doch auch mehr machen.

    liebe Grüße, Bernd

  • Schöner Beitrag! ;)
    Mit interessanten Infos. :good:

    Viele Grüße,
    Luca Reymann

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