[Kolumne] Am 30.04.2010 haben liebe Freunde uns zum Cachen mitgenommen. Ganz liebe Leute die zu diesem Zeitpunkt knapp 1000 Caches gemacht haben. Beide in unserem Alter und mit beiden Beinen fest im Leben. Wir waren sofort Feuer und Flamme und ein eigenes GPS musste her. Schon eine Woche später standen wir auf eigenen Cacherfüßen. Die wichtigsten Infos hat man uns natürlich mit auf den Weg gegeben. Immer gut auf Muggels aufpassen, sich nicht beim Cachen erwischen lassen und… und… und.
Mit all diesen guten Tipps und Verhaltensmaßregeln gingen wir unserem neuen Hobby nach. Es hat überraschend lange gedauert, bis uns zum ersten Mal anderen Cachern begegnet sind… und wir fingen an uns zu fragen, ob wir denn „normal“ sind.
Nach einiger Zeit konnten wir 2 Cacher-Gattungen ausmachen.
Der Hardcore-Cacher
Altersklasse zwischen 18 und 28. Plant alle Aktivitäten grundsätzlich nach der Cachedichte des angestrebten Zielgebietes. Spricht in Abkürzungen und ist der Meinung, dass ein „RICHTIGER“ Cacher schon mal einen T5 und Nachtcaches gemacht haben muss. In seinem „Cachemobil“ befindet sich neben einer Kletterausrüstung, einem Klappspaten, einer Teleskopleiter auch ein Schlauchboot, Gummistiefel und eine Wathose.
Die „anders bringen wir unsere Kinder nicht zum Spazierengehen“-Cacher
Altersklasse ab 30. Papa und/oder Mama + eine unterschiedliche Anzahl an Nachwuchscachern in der Altersklasse 3 bis 12. Mitgeführte Ausrüstungsgegenstände: Getränke für jedes Kind, Erste-Hilfe Tasche und eine Vielzahl von Tauschgegenständen.
Wer sind dann wir?
Tja… und wir… Anfang 40, keine Kinder, kein Hund. Es zwingt uns also keiner durch Feld, Wald und Wiesen zu wandern. Wir planen unsere Freizeit nicht nach Cachedichte und finden es auch nicht verwerflich, dass wir noch keinen T5 gemacht haben. Unsere Cacherunden suchen wir uns nach Cachequalität raus und wir fahren auch nicht auf Rastplätze, nur weil dort irgendwo ein Cache liegt. Wir haben kein gesteigertes Bedürfnis einen FTF zu machen und düsen deshalb auch nicht um 23 Uhr los, weil gerade ein Cache veröffentlicht wurde. Wir haben noch Augen für die Natur und haben die Nase nicht am GPS kleben. Wir freuen uns über jeden fantasievoll gemachten Cache, Häschengrills finden wir inzwischen eher doof. Vor allem, wenn diese 20 Meter neben einer Hauptstraße in den Wald geworfen und noch „liebevoll“ in eine Discounterplastiktüte gewickelt wurden.
Gehören wir etwa zu einer dritten Gattung? Den „Spießer-Cachern“? Gibt es diese überhaupt? Sind wir alleine? Werden wir jemals einen T5 machen? Werden wir einen Nachtcache, oder einen FTF machen? Wird sich in unserem Kofferraum jemals eine Teleskopleiter, eine Kletterausrüstung, oder eine Wathose befinden? Wir wissen es nicht…
Eines wissen wir aber ganz sicher… wir werden immer den Weg nach Hause finden. Wir haben ja ein GPS!
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Dieser Artikel stammt vom racoonteamVielen Dank sagt das Geocaching-Franken Team.

…ihr seid völlig normal…..;) wobei, was is scho normal??
Ja, völlig normal das Ganze. Schön das ihr auf keinen Zug aufspringt, sondern Geocaching so genießt wie ihr es am besten findet.
Und wieder ein Bericht von “Gastautoren”. Vielen Dank dafür. Vielleicht wird ja mehr daraus
Vielen Dank das hier kräftig mitgemacht wird. Es ist ganz einfach: Kurz mich kontaktieren und dann Text und Fotos per Mail an Geocaching-Franken.de
Ich denke es gibt noch eine dritte Kategorie: Den Genusscacher.
Man mancht nur die Caches, die man möchte.
Man muss nicht bremsen nur weil an der Leitplanke ein Micro versteckt ist.
Man braucht keine Telefonjoker, nur um einen Punkt auf Teufel komm raus zu bekommen.
Man kann auch mit DNFs leben.
Man ist aber trotzdem verrückt genug, um sich auf ein paar Dosen-Abenteuer einzulassen.
Und man freut sich über tolle Cacheideen und liebevoll ausgearbeitet Geschichten.
Ihr seid überhaupt nicht allein. Ihr seid ganz “normal” so wie mein Frauchen und ich.
Ich könnte eure Beschreibung fast genauso bei uns übernehmen wie ihr sie geschrieben habt und ich wette fast, dass die meisten Cacher in dem Alter fast ähnlich sind
Gruss Lemmi1de.
Die Beschreibung von euch trifft sowas von genau auf mein Frauchen und mich zu. Ihr seid “normal” keine Angst
Hallo. Schönes Thema das ihr da ansprecht. Es gibt sicherlich noch ein paar Schubladen mehr. Ich hab auch noch keine 1000 auf dem Zähler aber wenn ich cachen gehe krieche ich auch schon mal auf allen Vierer in einen alten Militärbunker um den Final im Aschekasten des Heizhauses zu heben. Trotzdem hab auch ich keinen Jeep als Cachemobil. Weder klettern noch tauchen gehören zu meinen Fähigkeiten. Vor dem kauf einer Wathose hab ich mich auch immer gewehrt. Aber wenn es heißt : Nachtcache bin ich der erste der die Taschenlampe in der Hand hat. Ich mag Tradis, wenn sie mich an einen sehenswerten Ort führen. Ich mag Multis, wenn sie eine schöne Wanderung zum Ergebnis haben. Ich stehe auf Lp Cache wenn sie mich zu Bunkern oder anderen schönen Zeitzeugen führen. Wenn eine schöne Geschichte erzählt wird oder der Owner mich auf eine abenteuerliche Reise schickt, schlägt mein Cacherherz höher. LG Bilbo Cacher (35) verheiratet mit Cacherfrau Puckilein (25) keine Kinder.
Ich hoffe doch das Ihr normal seit. :-) – Denn unsere Ansichten sind ziemlich genauso. Auch wenn wir Kiind und Hund haben, ziehen meine Frau und ich durchaus auch alleine los um einen Cache zu loggen. Wir haben aber auch ein Leben ohne das GPS und suchen uns die Tageszeit sowie das Wetter noch selbst raus an dem wir uns auf Schatzsuche begeben. Wir können uns auch zusammenreissen, wenn wir es für zu aufwendig oder zu gefährlich halten. Dennoch freuen wir uns wenn wir Orte, Caches und Ideen kennenlernen welche wir toll finden.
Es ist eine interessante Freizeitgestaltung, welche aber nicht den Lebensalltag bestimmt.
…würde mich, trotz Kinder, auch eher als Genußcacher bezeichnen… :o)