Franken waren auch da (Bremen) … Widdi berichtet.

(M)ein MEGA-Wochenende

So…, jetzt mit ein paar Tagen Abstand zum MEGA-Event Project GAME bin ich in der Lage, mein Wochenende, Eindrücke und Gefühle der vergangenen Monate zu skizzieren.

Anfang des Jahres wurde ein MEGA-Event published, auf das ich durch Freunde aufmerksam gemacht wurde.
Gut, im Geoclub war davon schon länger die Rede – aber nun gab es ein Listing.
Es hiess natürlich, schnell anmelden – zum einen konnte man an der Anmeldegebühr sparen, zudem weiss man nie, wie begrenzt wird.
So meldete ich mich recht schnell an und harrte der Dinge, die da kommen sollten….

Die Planung sah erst mal vor, dass wir am Freitag an- und Montag wieder abreisen wollten. Das macht die ganze Sache etwas entspannter.

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Zwischenzeitlich hatte sich bei mir eine Änderung ergeben, so dass die Planung hinsichtlich der Unterkunft für die 4 Tage überdacht werden musste.
Dank guter Verbindungen nach Bremen war dies jedoch kein Problem und schnell etwas gefunden: ein privates Hostel, welches die Nacht für 50 Euro pro Zimmer anbot

Also war alles gerichtet, als wir am Freitag 29.05.09 aufbrachen, nach Bremen durchzucachen.

Tag 1

Der erste Cache des Tages (bis Kassel hatte ich dank des WWFM schon die Autobahncaches) wurde auch in meinen Augen der Beste des ganzen Wochenendes. Ein richtig liebevoll gestaltetes TB-Hotel an der A7 stimmte uns schon recht fröhlich, auf die Dinge, die da kommen sollten.
Ein paar Caches weiter fand sich noch eine weitere nette Idee (Dank an libby.de – den hätte ich dank des D aussortiert), die jedoch im Sommer u.U. schwerer wird, als zuerst gedacht. Aber dennoch – nett gemacht und von meiner Freundin auch gefunden (ich habe etwas weiträumiger gesucht).
Schlussendlich schafften wir es auch mit einem total veralteten KFZ-GPS (gekauft März09) und veralteter TopoV2 wirklich unser Hostel anzufahren, das die 50 Euro/Nacht auf den 2. Blick nicht wirklich wert war – aber das wär ein eigener Artikel.
Jedenfalls liessen wir den Abend nett bei Bremer Freunden ausklingen.

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Tag 2

Dieser Tag stand bei uns unter dem Motto: Stadtbesichtigung: Bremen ist zu weit weg, als das man das ungenutzt lassen sollte.
Ausserdem wurden wir gebeten, 2 Logbücher zu erneuern. Wie ja auch bekannt war, haben einige Cacher ihre Caches deaktiviert oder zu Fotolog-Caches umgebaut, um dem Ansturm der Cacherhorden Herr zu werden.
Einige unermüdliche Cacher haben jedoch auf Logbuchtausch gesetzt – und da half man gern. Die schon anwesend loggenden Cacher mussten jedoch erst überzeugt werden, das alte Logbuch herauszugeben (Gruss an Ruhrcacher und Paddy-GE). Viele Cacher legten einfach von sich aus neue zettel dazu. Aber… so lernt man sich halt auch mal kennen ;-). Das war sowieso etwas ungewöhnlich. Wir begneten unter Tage gerade mal 6 weiteren Cachern. Wo waren diese Hundertschaften an Cachern, die die Stadt überfallen sollten?

Die Innenstadt war auch teilweise schön anzusehen. Bei den “Bremer Stadtmusikanten” war ich persönlich etwas enttäuscht – so klein und modern waren diese gestaltet. Ein Student einer lokalen Hochschule führte eine Umfrage zum Thema “Tourismus in Bremen” durch und war wohl nicht gerade erfreut über dieses Urteil – tja, hätte er mich nicht gefragt. :-D
Nach der Innenstadt ging es noch an der Weser entlang. Dort lagen in Reihe ein paar Tradis und luden zum Spaziergang ein. An einem waren wir an diesem Tag die Cacher, die das zweite Dutzend anbrachen.

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Abends auf dem meet@the-beach-Gelände sollte sich die “Einsamkeit” des Vor- und Nachmittags ändern.
Jetzt traf man die ersten grossen Cachermeuten. Ein paar Namen aus dem Geoclub und Geocaching.com bekamen ein Gesicht – Reviewer, wie auch normale Cacher.
Am meisten hat mich die Bekanntschaft mit “Sepp & Berta” gefreut, bei denen ich ja auch immer mal etwas bestelle.

Befremdlich fand ich, dass anfangs kein Organisator vor Ort war, geschweige denn ein Logbuch.
Eine Frage meinerseits wurde überall negativ beschieden. Letzteres wurde später in Form einer Tafel gebracht, auf der sich alle verewigen konnten.

Allzulang blieb man jedoch auch hier nicht – einerseits warteten ein paar Caches, andererseits hatten die Bremer mit dem Pokalfinale noch eine “Gegenveranstaltung” am Laufen.

Viel wichtiger war zudem, am nächsten Tag fit zu sein, für das MEGA-Event.

 

Tag 3 – GAME-day

mega_coin_Bildgröße ändern Es hiess, früh aufzustehen, da ab 10:00 Uhr die Anmeldeschalter geöffnet werden sollten. Ja wahrlich, wir schafften es, um 09:30 Uhr einen Parkplatz direkt vor dem Gelände zu ergattern. Diesen gaben wir auch nicht wieder her.

Der Anmeldeprozess war nach Accountnamen aufgeteilt und gestaltete sich zumindest für uns recht einfach: wir waren die Dritten bei “w”.

Dort bekamen wir eine Tüte mit unseren Unterlagen, wie Programm, Namensansteckern, und den Event-Coins.

Letztgenannte muss man auch wieder mal loben – Sepp & Berta haben hier wieder rein schönes Meisterstück abgeliefert.

Ein etwas unerfreulicheres Kapitel waren die beiden Gutscheine: man bekam von einer namhaften Taschenlampenfirma das offizielle Event-T-Shirt geschenkt.

Ich trage jedoch eher XXL und nicht XL. Nunja, kein Grund zur Aufregung. Bei einem bekanntenn GPS-Hersteller werden ja auch Travelbugs verschenkt.
Dachte man… zu Hause oder noch auf dem Gelände stellt man dann fest, dass diese TBs schon aktiviert sind, mit dem Ziel zu einer Verkaufs- und Werbeveranstaltung zu reisen, bzw. die Transporteure hierzu zu animieren. Hierzu sage ich nur: Willkommen in meinem Münzalbum.

Da man auch nicht den ganzen Tag auf dem Gelände verbringen wollte, konnte man noch cachen gehen. Leider waren die extra gelegten Event-Caches so weit weg, dass wir diese nur mit dem Auto hätten erreichen können. So blieben uns nur die Caches (Tradis und Mysteries) um das Gelände herum, was dann in einem schönen Spaziergang auf dem Hafengelände endete, sowie der Bekanntschaft von London Rain aus dem Geoclub.
Das extra ausgelegte “Gewinnspiel”-Cachen, haben wir auf Grund des “Überlaufen-seins” genauso ignoriert, wie eben die extra gelegten Event-Caches. Andere Schweinfurter Cacher liessen sich jedoch dazu anstacheln. Vielleicht schreibt der eine oder andere ja auch etwas darüber?

Zurück auf dem Gelände, bot auch dieses einiges für Cacher – Messestände verschiedener Firmen, Vorträge zu verschiedenen Themen, einen großen Stand zum Loggen in echten Logbüchern, Kinderbetreuung, Verpflegung, Taschenlampenteststand.
Hier war ich auch mal zugegen. Dort versuchte man mich dann von meiner geliebten MAG (4D-Led und 2AA-Led) abzubringen. Ja klar – zwei 3W-LED mit halbleeren Batterien gegen eine nagelneue 10W-Funzel mit 2h Laufzeit antreten zu lassen, hat ja auch was faires an sich.
Ich sagte nichts. Ganz im Gegenteil zum Garminstand, wo man ebenfalls wie M. Zielinski, mich mit offenen Augen anstarrte und meinte “den Fehler kenne ich nicht”. Warum hat mein altes VistaHCX, genauso wie das Austauschgerät ein Problem, dass Wegpunkte zu 2-3% mit falschen Ost- oder falschen Nord&Ost-Werten übertragen werden? Das Problem tritt mit Mapsource und GSAK auf. Das Event brachte hier mir keine Lösung. M. Zielinski hielöt übrigens den recht gut besuchten GSAK-Anfänger-Vortrag. gut.. ich merkte schnell, dass ich hier doch schon zu viel Vorwissen hatte.

Am CacheZone-Stand wurde ich mal wieder schwach und leistete mir die schöne Mapamundi XXL. Manchmal, kann ich bei Coins halt nicht widerstehen. Sie steht jetzt in ihrem Aufsteller in meinem Regal.

Den Kletterausrüsterstand liessen wir links liegen und kümmerten uns um Nahrung. Hier stand ebenso, wie bei den anderen Ständen der Kommerz im Vordergrund. Die Preise waren nicht, wie angekündigt(?) “familienfreundlich”. Für eine 0,5-Flasche Wasser 2,50 EUR zu verlangen fand ich dann doch etwas frech. auf jedem Sommerfest kostet so etwas max. 2,– EUR. Zum Essen können wir nur sagen: der Döner war keinen Euro wert – und erst recht nicht, diese 4 Euro und n paar zerquetschte, die uns abgenommen wurden. Der Fisch war aber in Ordnung. Abendessen nahmen wir dannjedoch besser bei uns auf dem Zimmer ein.

mega_meetgreet_Bildgröße ändern Am “Meet&Greet”-Point in der Mitte der Halle, an denen jeder Zettel hinterlassen konnte (auch ich mit einem Zettel für www.geocaching-franken.de) konnten zudem Bilder aus Beelitz bewundert werden, die in mir Erinnerungen wachriefen. Ein Jungcacher wurde von mir quasi instruiert, dass er dort unbedingt mal hin muesste ;-)
Ebenso gab es dort eine Karte, an denen alle Cacher ihre Herkunft markieren konnten. Leider machten nicht wirklich viele davon gebrauch. Dennoch war ein recht internationales Publikum vorhanden. Der skandinavische Raum war komplett vertreten, wie unsere Nachbarländer Tschechien, Österreich, Schweiz, Frankreich, Niederlande. Natürlich war auch die USA vertreten, nicht zuletzt durch einen Groundspeak-Mitarbeiter, der auch Fragen der Teilnehmer beantwortete.

Das offizielle Programm begann mit Verspätung. Es wurden etwas die Kümmerer vorgestellt, den Vorgängern gedankt und die Verlosungen durchgeführt. Spannend war hierbei die Verlosung der cyberberry-Coin-Aktion. Danach verflachte das Interesse der Geocacher zusehends. Auch wir verliessen dann nach 19:00 Uhr die Halle, so dass wir den Auftritt des Live-Podcasts der Dosenfischer verpassten. Der Tag war aber lang geworden und verlangte seinen Tribut.

Tag 4

Wir brachen dann schon früh auf, um wenigstens noch ein wenig vom Tag zu haben. Natürlich waren auch wieder 0815-Autobahncaches dabei, die wir zur Unterhaltung dazwischenschoben.
Auch konnte man das Wochenende vor dem inneren Auge Revue passieren lassen und in Ruhe über seine Eindrücke sprechen.

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Fazit

Wir hatten am Ende über 1.000km hinter uns gebracht, dabei ca 30 Caches geloggt und eine Menge neuer Dinge und Cacher kennengelernt. Einen aus der Kölner Gegend haben wir sogar so verschreckt – der will nie einen Cache von mir machen ;-) Aber er und seine Familie waren nett und gut drauf *lach*
Am Abend wurde dann alles geloggt, da wir wegen zu viel Material, auf mobiles loggen und Bilder uppen verzichteten. Immerhin erinnerte ich mich an jeden der 30 Caches und musste nicht nochmal das Listing lesen.

Den Event-Kümmerern kann man als Gast Respekt und Dank aussprechen. Im Großen und Ganzen hat ja alles gut geklappt. Ein paar Kleinigkeiten, die uns nicht so gefielen, habe ich ja weiter oben schon geschrieben. Diese dürften jedoch sicher als Geschmackssache gelten.

Was mir jedoch gänzlich fehlte war irgendwie diese gemütliche Atmosphäre eines normalen Events. Man sieht zwar viele Menschen und redet auch mit einigen – aber ein lokales kleines Event macht doch weit mehr Spass.
Gut – wer bei einem “MEGA-Event” natürlich so etwas erwartet, fährt mit falschen Vorstellungen hin. Wie gesagt, war es einfach schön, mal Leute aus der Szene kennenzulernen, die deutschlandweit bekannt sind. Das nimmt doch etwas die Distanz zwischen den Menschen.
Als Statistikcacher muss das Fazit lauten: Neues Icon ercached – nächstes Ziel anvisieren.

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Über den Autor GC-Franken.de

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