No press, please! Es reicht!

Irgendwann ist das Maß einfach mal überschritten. Mir ist einfach schleierhaft wie es eigentlich passieren kann, dass unser Hobby von den Medien so gnadenlos ausgeschlachtet wird. Zur Zeit wird Geocaching wieder mal kräftig dazu benutzt das Sommerloch zu füllen.

Beispiele

Der schwarze Peter

Da wird z.B. von der dpa ein reißerischer Artikel veröffentlicht und jedes Magazin und jede Zeitung druckt und veröffentlicht diesen, ohne groß darüber nachzudenken. (z.B. Spiegel Online)

Spoilern ohne Ende

Des Weiteren werden in Artikeln Caches gnadenlos verbraten. Es werden Cacheverstecke und Rätsellösungen veröffentlicht, nette Ideen gezeigt, die eigentlich der Aha-Effekt des Geocache sind und bestimmt nicht im Vorfeld bekannt sein sollten. Dann werden wichtige Informationen über Geocaching einfach weggelassen, Unwahrheiten verbreitet oder sich einfach was aus den Fingern gesogen. Hauptsache man hat einen coolen Bericht, der Inhalt ist eigentlich zweitrangig.

Absprachen nichtig und falsche Informationen

Im Vorfeld werden mit den Geocachern Absprachen getroffen, die bei der Veröffentlichung des Artikels regelmäßig vergessen werden. Wie viele Fehler oft in einem Artikel sind, ist kaum zu glauben. Ich spreche hier nicht mal von Rechtschreibfehlern, obwohl sogar öfters “gecasht” oder “gekäscht” wird.

Weigern zwecklos

Der Owner des betreffenden Geocaches wird meist entweder gar nicht gefragt und wenn er einer Veröffentlichung von seinem Cache nicht zustimmt wird er schlichtweg übergangen. Dies ist z.B. in diesem Fall so geschehen. (Nürnberger Nachrichten oder Nordbayerische Nachrichten). Fragt man dann nach, werden fadenscheinige Ausreden gefunden. (Artikel ist schon raus, bin im Urlaub, kann da nichts machen, etc.)

Diese Liste könnte wohl endlos weiter geführt werden, aber irgendwann ist man das Ganze einfach leid.

no press, please

Für wen sind eigentlich diese Artikel von nutzen?

Positiver Effekt?

Wenn wir mal ganz ehrlich sind, für die Geocacher haben diese Artikel meist keinerlei positiven Effekt. Was dort drin steht ist bekannt oder falsch und regt einen eher auf. Den einzigen Nutzen haben wohl die Verleger, welche diese Artikel veröffentlichen, Stichwort Sommerloch und Lückenfüller. Meiner Meinung nach haben fast alle Berichte eher einen bitteren Nachgeschmack und gehen meist nach hinten los.

Neue Geocacher?

Es stimmt, durch manch einen Artikel wird ein Außenstehender erst auf Geocaching aufmerksam und findet somit ein neues Hobby. Vielen von uns ist es so gegangen. Die Anzahl der Geocacher ist aber in der letzten Zeit eh immens gestiegen und meist war das Ende vom Lied, dass Caches viel öfters gewartet werden müssen und hirnlose Dosen gestreut werden. Dies soll jetzt keine neuen Cacher abschrecken, aber diese sollten mit Bedacht an die Sache heran gehen.

Für Geocacher die gerne mal im Mittelpunkt stehen

Ja, das klingt böse, aber mal ehrlich, welche Geocacher stellen sich den meist zur Verfügung?

  • Entweder “Newbies” die erst kurze Zeit cachen und dies eben toll finden und es mitteilen wollen. Meist haben sie von den meisten Sachen noch nicht so die große Ahnung und merken nicht mal das sie spoilern oder falsche Angaben liefern indem sie einfach Gelesenes und Gehörtes fleißig nachplappern.
  • Dann gibt es eben noch Geocacher, denen es nicht darum geht das Geocaching erklärt wird, sondern das sie in der Zeitung stehen.
  • Oft sind es Geocacher von denen man entweder noch nie etwas gehört hat oder eben immer wieder etwas hört. Wenn dann aber bestimmt nicht weil sie so gute Caches gelegt haben.

Müssen wir uns das gefallen lassen?

Ich denke nicht. Mittlerweile sind wir Geocacher im Netz ziemlich präsent. Durch Foren, Twitter, Messenger, Mumble, Podcasts, Events und nicht zuletzt Blogs haben wir ein gutes Mittel dem entgegen zu treten.

Gerade durch dieses gute Informationssystem untereinander können wir uns gut zusammen schließen. Hier würde dann endlich mal das Grundprinzip von Blogs, nämlich die gegenseitige Vernetzung greifen.

Sagt mal NEIN zu Interviewanfragen! Das ständige verheizen und ausschlachten unseres Hobbies muss endlich mal ein Ende haben.

Ich schere alles über einen Kamm? Mit uns geht die Presse auch nicht anders um.

Was kann man tun?

Vergesst eure Gutgläubigkeit

Viele gehen mit dem guten Vorsatz zu einem Interview um die Unwahrheiten doch mal richtig zu stellen. Mal ehrlich, lasst es. Meistens habt ihr keinerlei Mitentscheidungsrecht was letztendlich veröffentlicht wird und Infos aus dem Zusammenhang gerissen, können oft ganz andere Aussagen zu Tage bringen.

Sagt NEIN

Spring mal über euren eigenen Schatten und vergesst euer Ego. Ob ihr in diesem Artikel nun erscheint oder nicht ist eh nach kurzer Zeit ohne Belang. Wenn ihr der Öffentlichkeit etwas kund tun müsst, dann macht es in Blogs, Foren, etc. Somit bleiben wir unter uns. Viele Blogs suchen z.B. Autoren die interessante Artikel beisteuern. (DIES WAR EIN WINK MIT DEM ZAUNPFAHL).

Informiert eure Mitcacher

Weist andere Cacher auf die Problematik hin. Nutzt dazu alle Informationskanäle die ihr habt. Je mehr Cacher davon wissen, umso mehr haben wir Erfolg und können diese laienhafte und reißerische Berichterstattung entgegen wirken. Verlinkt diesen Artikel.

Konzentriert euch auf das Wesentliche

Was könnte das sein? Kleiner Tipp – nennt sich Geocaching. Kümmert euch um euer liebgewonnenes Hobby, steckt dort lieber Zeit und Ideen rein um es für uns schöner zu machen, anstatt eure Energie an anderer Stelle (öffentliche Interviews) zu verschwenden.

Kommt mit Ideen und Vorschlägen

Du hast eine Idee dazu? Immer her damit. Dies soll ein offenes Projekt werden, auch um uns gegen diese Willkürlichkeit der Presse zu schützen. Grafiken, Berichte, Initiativen und alles was hilft ist herzlich willkommen.

 

Totalverweigerung? Nein.

  • “no press, please” soll keine Totalverweigerung gegenüber der Presse darstellen.
  • Sie soll den Medien eher klarmachen, dass man mit uns nicht alles machen kann.
  • Sie soll klar machen das die Medien etwas von uns wollen und wir nicht von ihnen.
  • Sie soll Geocacher sensibilisieren, dass man den Medien nicht einfach gutgläubig und naiv gegenübertreten darf.
  • Newbies sollen durch die Aktion auf die Problematik, die durch fehlerhafte Berichterstattung entsteht, aufmerksam gemacht werden.
  • Medien sollen merken, dass man uns nicht einfach “verheizen” kann. Sie sollen sehen das wir eine große Gemeinschaft sind.

 

Verlinkung und Kommentare erwünscht

Ich freue mich auf Kommentare, Meinungen, Unterstützung und Vorschläge von euch. Super wäre es wenn ihr diesen Artikel verlinken könntet, damit er als Ausgangspunkt für weitere Ideen genutzt werden kann. Jeder der diese “Aktion” unterstützt wird, natürlich gerne verlinkt.

Zum verlinken verwendet bitte folgenden Code:

Hier lässt sich der Code leider nicht richtig anzeigen, kopiert deswegen den Code hier bei uns im Forum.  Hier geht es zum Code.

So sieht das dann aus:

nopress

Twitter

Für alle die in Twitter unterwegs sind gibt es hier was.

 

 

 

Welche Webseiten machen bei der Aktion mit?

  1. Geckos Geocaching
  2. Rewald
  3. Spike05de
  4. Cacher der Region Starkenburg
  5. vonRichthofen
  6. FloRic’sSeite zur Dosensuche
  7. Liska.de
  8. Worldcaching
  9. Geocaching Bayern
  10. Fikkis Geoblog – CGN
  11. Helixrider
  12. Wesverl’s Geocaching Blog
  13. Geocaching mit den GeoFüchsen
  14. Archanda’s Geocaching Blog
  15. Carstens Blogversuch
  16. Outdoor -Blog by Outdor-Spirit
  17. JeeperMTJs JCC Blog
  18. Dosengrabscher
  19. Irrlicht’s Blog
  20. Worldcaching Blog
  21. Wandercache

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Über den Autor Gecko-1

Liebt den Unterhaltungsfaktor beim verstecken und suchen von Geocaches. Richtiger Name: Holger Hauptverantwortlicher von Geocaching-Franken.de und Gründungsmitglied des Gecocaching Teams G-e-c-k-o-s. Seit 2005 vom Geocache Virus infiziert. Außerdem ist er auch in der Fotografie Szene, abseits des Gewöhnlichen sehr aktiv. www.visual-dreams.de

flattr this!

65 comments

  • Ich mach natürlich mit und werde auch eine Verlinkung vornehmen! Wenn ich es heute nicht mehr schaffe, dann halt morgen…

  • Pingback: No Press Please auf rehwald.eu

  • Hab den Codeschnipsel natürlich sofort eingebaut! Gut geschrieben

  • Pingback: Geocacher Region Starkenburg » Die “Unerschrockenen Agenten” - Solidarität zählt!

  • wie “gut”, dass es ende des Jahres (Termin US-Premiere) den Kinofilm Splinterheads gibt in dem Geocaching auch noch den letzten Idioten vor die Nase gehalten wird: http://www.youtube.com/watch?v=_vSWSXaAyP4

  • Ich hätte gerne den Zoom-Recorder bevor er wirklich im Müll landed… *lol*

    Klasse Grafik!

  • So habe mich dem mal angeschlossen. ;-)

    Happy Caching and no press please. :D

  • Ich weiß nicht, wo diese Presse-Ängste herkommen!
    Okay, es wird berichtet, das passiert bei anderen Hobbies oder Sportarten auch.
    Wenn natürlich Insiderinfos verraten werden, ist das nicht in Ordnung (der Fußballtrainer veröffentlicht sein taktisches Konzept auch nicht in der Zeitung).
    Wollen wir keine Presse, weil wir unter uns bleiben wollen?
    Natürlich liegen die besseren GC Zeiten hinter uns, die nun auf uns einstürmende Masse verbessert nicht unbedingt das Angebot.
    Sollten wir nicht hingehen und unseren Nachwuchs besser schulen, informieren, anregen, wertvolle Caches zu legen, statt der Presse einen Maulkorb zu verpassen?
    Was haben wir denn den Newcachern mitgegeben, die wir geworben haben? Haben wir sie an die Hand genommen und sie zu guten Cache – Ownern gemacht?
    Wahrscheinlich haben wir gesagt: Das ist eine tolle Sache, so und so geht es, musste auch mal machen.
    Und dann machen sie.
    Übrigens, ich schreibe für Zeitungen und stand auch schon mehrmals mit GC-Artikeln drin (allerdings ohne Details zu verraten!
    Was wir brauchen sind ehrliche Loggs, die den Ownern klar machen, wo es langgeht. Wenn ein Marmeladenglas in einem Komposthaufen als “interessanter Cache in naturnaher Umgebung” geloggd wird, dann hilft das keinem weiter.
    wanderboyd

    • Ich habe keine Presseängste. Die Gründe habe ich oben beschrieben und dies sind nur einige wenige Beispiele.

      Irgendwann ist eben eine Grenze erreicht. Wer braucht eigentlich die Presse? Wegen was? Die Medien wollen etwas von uns und nicht umgekehrt. Warum sollen wir uns deswegen in die Pfanne hauen lassen.

      Nachwuchs schulen? Wir brauchen keine Schulungen, was wir machen ist keine Wissenschaft. Es gehört nur etwas normaler Menschenverstand dazu um Geocaching zu verstehen. Dazu brauchen aber die Presse schon mal gar nicht.

      Logs sind ein ganz anderes Thema und haben mit dem oben beschriebenen rein gar nichts zu tun.

      Wir konnten schon immer ohne die Presse leben, wie gesagt die wollen was von uns und nicht umgekehrt. Wenn man sich dann so verhält ist das eben die entsprechende Reaktion darauf.

  • So, ich hab dem Banner ein Platz auf meiner spärlichen Startseite gespendet!

  • Pingback: LISKA.DE » Schlechte Presse…

  • Hab´s auf LISKA.DE auch verlinkt…

  • Ich werd mal nach und nach meine Listings mit dem Button schmücken.

  • Pingback: Twitter Trackbacks for Neuer Artikel: Presse muss leider draußen bleiben – Es reicht [geocaching-franken.de] on Topsy.com

  • Pingback: Der Geniesser schweigt! « Fikkis Geoblog – CGN

  • Sind mit dabei und unterstützen das Ganze auf unserer Seite als permanentes Widget

    Omabande

  • Vielen Dank für die bisherige Ressonanz und Unterstützung. Ich denke wir können damit wirklich was bewirken.

  • Dabei, diese Negativberichterstattung muss ein Ende haben. Wir erschlagen keine Fledermäuse!!! ;)

  • Ok, das helixrider-Blog ist dabei! Die Graphik und der Link stehen in der rechten Sidebar. Kann sein, dass es noch etwas dauert, bis sie auf allen Seiten auftauchen, ich habe noch etwas Trouble mit dem Supercache-Plugin ;-)

  • Danke für das schnelle Eintragen ;-) Du hast dich leider beim Link verschrieben – kannst Du nochmal nachschauen?

  • Ich finde diese Aktion super und bin natürlich auch dabei!
    Viele Grüße,
    Tobi, GeoFüchse

  • Wir, das Team der “Unerschrockenen Agenten” sind da natürlich auch mit dabei.

    Das Verlinken hat Gecko-1 bereits übernommen.

    Liebe Grüße aus Südhessen.

  • Tja was soll ich sagen, was mache ich mit so einer Aktion, die ich gut finde! Aber leider kommt/verbreitet sich die Ansicht zu spät. Seit ich cache habe ich es immer abgelehnt dies öffentlich zu machen, “Werbung” zu machen oder mich in irgendeiner Form an Veröffentlichungen zu beteiligen.
    Ich habe nicht mal eine Möglichkeit für diese Aktion zu werben, da ich nicht wüsste wo ich dies verlinken sollte.

    Schade, hätte ich es bisher anders gemacht, könnte ich jetzt stolz dran teilnehmen.
    Gruß Uwe

  • Pingback: Ein Blogversuch

  • Bin dabei – schon verlinkt…

  • Danke für Eure Aktion und die Grafik. Wir sind dabei: Montagsgedanken

  • Sehr guter Artikel – und eine noch bessere Aktion – BIN DABEI !!!

  • Wir sind zwar noch recht neu, aber möchten auch an dieser Aktion teil nehmen. Das ist ein Thema, was uns alle angeht.
    Banner ist auf unserer Seite verlinkt.

    Gruß Sven

  • Pingback: Wandercache » No Press please…!

  • Bin dabei! Und verbreite die Idee weiter.

  • hab zwar keine cachehomepage aber binde das logo auf meien GC seite ein

  • Schöne Seite macht weiter so !

  • Pingback: Geocaching und die Medien

  • Pingback: Jens Vieweg » Blog Archive » GeoCacher gegen unsachliche Berichterstattung

  • Bin dabei – Du sprichst mir aus dem Herzen…

  • Pingback: www.hasengrill.net » Aktion: NoPress, please

  • Pingback: » Aktion: NoPress, please

  • Pingback: No Press… what? | Secret Boxes

  • Pingback: Stinkig auf die Dosenfischer - Geocaching-Franken

  • Link gesetzt.
    Ich bin dabei.
    Gute Aktion.
    Jörg

  • Mike (aka gugu)

    mittlerweile wirds im äußersten südosten auch ernst …

  • Das Thema “Presse” sehe ich etwas differenzierter. Tatsache ist, dass das Thema “Geocaching” inzwischen als spannendes und berichtenswertes Thema von den Medien entdeckt wurde. Jetzt sollte man mal überlegen, welche öffentliche Meinung (die ja va. durch Medienberichte gebildet wird) dem Geocachen zuträglich oder zumindest nicht abträglich ist. So halte ich es für durchaus sinnvoll, wenn Geocaching von der Öffentlichkeit als harmloser, familienfreundlicher Outdoor-Freizeitsport (was er ja auch ist) wahrgenommen wird. Ohne ein solches positives Image wäre Geocaching heute sicher wesentlich problematischer.

    Natürlich stimmt es, dass fast kein Redakteur in der Lage ist, einen inhaltlich und formell korrekten Artikel zu schreiben, ohne zu spoilern und ohne die leidigen “Schatzsucher nach der vergrabenen Tupperdose” zitieren zu müssen. Trotzdem sollte man die Presse IMHO nicht verteufeln, sondern sie sich im Interesse eines positiven Images des Geocachens in der Öffentlichkeit zunutze machen. Das hat dann auch nix mit Ego zu tun, sondern kann zb. dazu führen, dass zb. die Biosphärenreservatsverwaltung, die früher noch alle Caches in der Rhön eingesammelt hat, jetzt dort selbst welche legt…

    cheers, spirou / wildchicken.net

  • Hey
    Nun hatte ich sowas ähnliches an meiner Schule und im offiziellen Geocaching Forum
    denn bei uns an der Schule soll für die Offene Ganztagsschule GEOCACHING angeboten werden – mit unseren alltagsdosen.
    Ich bin nicht dafür, demnächst brauchen wir uns wohl nicht mehr vor Muggels verstecken sondern eher sie sich vor uns -.-”
    Vllt soll man die Dosen auch garnich mehr verstecken sondern aufhängen und mit LED lampen anstrahlen. Soll unser Hobby zur Allgemeinheit werden? :( http://www.geoclub.de/viewtopic.php?f=27&t=46518&start=10
    in der Umfrage gab es nun schon viele “Definitiv nein!” ‘s
    aber sollte ich darauf vertrauen? Ich habe mich als Helferin angeboten (um aufzupassen dass keiner unseren Döschen was tut) werde auch den Nicknamen des Leiters herausfinden, falls uns Döschen abhauen bitte Beschwerden an ihn ^^
    Wie findet ihr das?
    Habe den Banner grade kopiert und abgespeichert :)

  • Wir sind dabei, schöne Aktion.

  • Moin!

    Es stimmt, dass Berichte über das Geocaching häufig redaktionell sorglos sind und dass es immer wieder Neulinge ohne eigene Caches gibt, die sich nur wichtig machen wollen. Wer in den Medien Details zum Cache eines anderen verrät oder sich zu einem Cache begleiten lässt, den er nicht selbst gelegt hat und ihn durch diesen Spoiler ruiniert, handelt ganz klar unfair gegenüber dem Owner.

    Aber:
    – Wenn der Owner eines Caches selbst das Interview gibt und darin seinen Rätsel-Cache zum Tradi macht, ist das sein gutes Recht und niemandem steht es zu, ihn dafür zu verurteilen.
    – Wenn der Bericht fair gestaltet wird und die darin gebrachten Infos korrekt sind (wenn sie aufgrund der Vielfalt des Cachens und der immer begrenzten Sendezeit auch nie vollständig sein können), ist ein Medienbericht weder für das Cachen als Sport noch als Hobby irgendwie abträglich.
    – Auch wenn sich die Cachergemeinde gern selbst als Geheimbund versteht: Das ist er nicht mehr!
    Cachen ist fast ein Volkssport geworden. Es gibt erheblich mehr Geocacher als z.B. Sqash- oder Golf-Spieler und vermutlich auch mehr als Modelleisenbahn-Bastler. Nur ist es so, dass das Cachen Grips oder Bildung verlangt – zumindest muss man einigermaßen sicher mit dem Internet und i.d.R. auch mit seinem GPS-Gerät umgehen und sich beides auch erst mal leisten können. Des Weiteren muss man ausreichend freie Zeit zur Verfügung haben. Damit wird Geocaching zum ziemlich elitären Hobby. Bildungsfernen Mitbürgern ist schwer zu vermitteln, dass intellektuelle oder ähnliche Herausforderungen, eben alles, was weder einen unmittelbaren Nutzen bringt oder bequem konsumierbare Unterhaltung darstellt, einen Reiz an sich darstellen können. Unglücklicherweise sind aber gerade diese bildungsfernen Schichten die Zielgruppe vieler Medien, was unweigerlich dazu führt, dass Cacher in manchen Berichten als weltfremde Spinner dargestellt werden, um damit den Lesern, Hörern oder Zuschauern zu schmeicheln.
    – Für Golfer ist es sinnvoll, die Anzahl aktiver Sportler zu begrenzen, weil es nur eine begrente Anzahl an Golfplätzen gibt und viele Golfer auf dem gleichen Platz sich gegenseitig behindern. Es steht jedoch nicht zu befürchten, dass wir Geocacher uns gegenseitig auf den Füßen stehen werden bei den abertausenden Caches, die es allein in Deutschland gibt – selbst wenn sich unsere Zahl verhundertfachen würde. Der Werbeeffekt von Medienberichten ist also in dieser Hinsicht primär unschädlich. Beweis dafür ist auch, dass vielbesuchte Caches in Städten auch nicht häufiger zerstört werden als seltener besuchte an abgelegenen Orten. Die größere Gefahr besteht darin, dass manche Cache-Anfänger sich nicht an die Regeln halten, Spoiler einbringen oder Caches nicht wieder im ursprünglichen Zustand verlassen. Deren Anzahl wird mit der Größe der Cachergemeinde wachsen. Hier sind dann alle Cacher gefordert: Owner müssen die Logs kontrollieren und ggf. verschlüsseln oder löschen und Sucher müssen sich an der Pflege der Caches beteiligen. Wer mit “Logbuch ist nass, Owner soll sich mal kümmern” oder “Dose war leer” loggt, hat nicht verstanden, dass beim Cachen der Owner nicht dafür zuständig ist, dass alle anderen ihr Spielzeug in einwandfreiem Zustand vorfinden. Er ist doch kein bezahlter Platzwart oder Hausmeister. Und wir sind doch nicht im Kindergarten! Als Sucher hat man selbstverständlich Ersatzlogbücher in verschiedenen Größen mit, ebenso Filmdosen etc, damit man nötigenfalls den Cache reparieren kann. Und ein volles oder nasses Logbuch wird durch ein frisches ersetzt und dann mailt man den Owner an und fragt, wohin man das alte Logbuch schicken soll. Der Eingriff des Owners sollte nur dann nötig werden, wenn der Cache völlig verschwunden ist. Mit dieser eigentlich selbstverständlichen Gemeinschaftsverantwortung lässt sch auch ein möglicher Ansturm auf das Geocachen bewältgen.
    – Medienberichte erfolgen doch nicht nur, um Werbung für das Hobby zu machen oder um irgendeine läppische Unterhaltung zu verkaufen, sondern vor allem, um zu informieren. Natürlich gibt es Medien, die Sachverhalte so stark kürzt oder reißerisch aufmotzt, dass von der Whrheit nicht mehr übrig blebt. Aber der Konsument wertet solche Berichte gewohnheitsmäßig auch entspechend.
    Wer z.B. einen Beitrag unterstützt, der Cacher als Spinner darstellt, schadet dem Hobby auch nicht mehr als jemand, der einen spöttischen Bericht über Briefmarkensammler verfasst.
    – In meiner Gegend kommt die lauteste Kritik an Medienberichten über das Caching von jemandem, der der Meinung ist, dass es einem “Neuling” mit lediglich ein paar dutzend Finds nicht zustehe, in den Medien zu erscheinen, während er mit seinen fast 7000 noch nie interviewt wurde. Dass er aber gar nicht in der Lage wäre, etwas zitierfähiges medientauglich zu äußern, kann er nicht erkennen. Wer sich über Medienauftritte anderer Cacher äußert, muss von seiner Wertung vorher immer seinen eigenen Neid abziehen und dann auch noch in Rechenschaft ziehen, dass der Fragliche i.d.R. kein Medienprofi wie Bernhard Hoecker ist, dessen Buch über das Geocaching unserem Hobby sicher mehr genützt hat als alles, was alle Mitglieder aller deutschen Diskussionsforen (inkusive diesem) zusammen getan haben.
    – Wenn ein Medienbericht sachlich falsch ist oder das Hobby als irgendwie gesellschaftsschädlich darstellt, kann man dieses Medium auffordern, eine entsprechende Richtigstellung zu veröffentlichen. Ein Medium, dass sorglos oder aus Profitgier diskreditierende Mitteilungen absondert, disqualifiziert sich in erster Linie selbst. Solche Berichte kann man am effektivsten vermeiden, indem man korrekte Berichte anderer Medien fördert, mit denen der falsche sich dann nämlich messen muss. Unangemessene Berichte werden am besten durch andere, bessere unschädlich gemacht. Durch Schweigen oder Medienblockade jedenfalls sicher nicht.
    – Wir wollen ‘mal festhalten, dass die Owner es sind, die unseren Sport erst ermöglichen. Sucher erfüllen die Sache mit Leben aber Leute, die keine oder unverhältnismäßig weniger Caches legen als suchen, sind in erstler Linie Konsumenten oder Nutznießer des Systems. Daran ist auch nichts auszusetzen. Bei Ownern, die ausreichend Erfahrungen mitbringen, kann man unterstellen, dass sie weder der Sache schaden wollen noch falsche Informationen streuen. Bei Suchern gibt es drei Gruppen: alte Hasen mit sehr vielen Finds, Neulinge und die dazwischen. Medien greifen sich aus plakativen Gründen immer die Extreme – die Sportschau berichtet ja auch nicht über Egon Müller, den linken Verteidiger vom “FC Irgendwo”. Ich habe bisher keinen Bericht mit oder über einen alten Hasen gesehen, der unsachlich respektlos oder reißerisch gewesen wäre. Wie bei jeder Obsession für ein Hobby kann aber auch ein Reporter seinen Abstand nicht verhehlen und auch nicht, dass die intensive Beschäftigung mit einem Hobby die entsprechende Person vom Rest der Bevölkerung absondert, also sonderlich macht. So ein Bericht landet dann im regional- oder Kulturteil der Zeitung oder läuft auf einem Bildungskanal. Das gilt aber für jedes Hobby. Wenn sich die Medien andererseits einen Neuling vornehmen und den befragen oder begleiten, wollen sie in erster Linie dessen frische Begeisterung vermitteln. So ein Bericht landet dann im Unterhaltungsteil oder -programm. Leser, Zuschauer etc. können aber sehr wohl unterscheiden, was von dem, was alter Hase oder Neuling gesagt haben, von Erfahrungen (auch schlechten) oder blinder Gegeisterung oder Besessenheit herrührt.
    – Medienberichte wie “Nachtcacher stören Jäger im Wald” oder “Geocache führt zu Polizeieinsatz” oder “Schatzsucher stören Brutkolonie” – und das sind mit Abstand die dem Hobby schädlichsten – liegen ganz klar in der Verantwortung des Owners und die Medien rügen das völlig zu recht!
    – Viele Caches werden gemuggelt. Es mag in Großstadt-Ghetto-Gegenden anders sein, aber in der Regel werden Caches von Nichtcachern nicht absichtlich zerstört, sondern irgendwer findet eine mysteriöse Tupperdose im Wald, öffnet sie aus hygienischen Gründen vorsichtshalber erst gar nicht sondern entsorgt sie einfach oder wirft sie achtlos irgendwoanders hin, weil ihm die Aufschrift “Geocache” hichts sagt. Wüßte er, was das ist, würde er sie meist einfach n Ruhe lassen oder neugierig öffnen, aber im ursprünglichen Zustand zurücklegen. Wer findet denn wirklich zufällig einen Cache und entfernt ihn dann? Waldarbeiter, städtische Gartenarbeiter, Landwirte und Leute, die sich um Denkmäler, Ruinen etc. kümmern – die Besucher eines Waldes oder einer Sehenswürdigkeit doch eher selten! Diese Waldarbeiter etc. sind aber i.d.R. gerade nicht Leute, die den o.g. Kriterien eines typischen Geocachers entsprechen.
    – Wer einen Cache sucht, benimmt sich aus der Sicht eines Nichtcachers, der das zufällig beobachtet, verdächtig. Wer beobachtet, dass immer wieder wildfremde Leute mit fremden Autokennzeichen irgendein wegloses Wäldchen besuchen, kann doch nur unbestimmte Ängste entwickeln und wer einen Nightcacher sieht, ist doch geneigt, sofort die Polizei zu informieren. Wenn er aber ahnt, dass in dem Wäldchen ein Cache liegt, kann zumindest hoffen, das sich da keine Räuberbanden oder Drogendealer herumtreiben. Bei meinen Caches informiere ich gründlich und in allen Details allen Anwohnern, was ich da mache und wozu das gut sein soll. Einer der Anwohner, ein alter Mann in einem einsam gelegenen Haus, freut sich über jeden, der da zum Suchen vorbeikommt und lauert den Cachern auf dem Rückweg auf, um zu fragen, ob sie den Cache denn auch gefunden hätten und ein kleines Schwätzchen zu halten. Wüßte er nicht Bescheid, würde er sich in seiner Einsamkeit dickere Türschlösser und einen höheren Zaun beschaffen und die Zufahrt nach Möglichkeit blockieren.
    – Das muggelfreie Loggen ist doch kein Selbstzweck, sondern dient dem Schutz des Caches vor Schaden durch neugierige zufällige Beobachter und die Geheimniskrämerei ist nur in nächster Umgebung zum Cache nötig. Hingegen ist es völlig unschädlich, wenn man sich beim Zuweg deutlich als Cacher zu erkennen gibt. Ein entsprechender Hinweis z.B. auch am Auto beruhigt die Anwohner und schützt den Cache vor Zerstörung durch Unwissende.
    – Wenn ich einen Landwirt bitte, doch einen alten Schuh als Cachewirt an seinen Zaunpfahl nageln zu dürfen oder einen falschen Nistkasten an einen Baum und ich höre dann “Geocaching? Ja davon habe ich schon gehört! Der Nachbar hat ‘mal so eine Tupperdose auf seinem Land gefunden und hatte sie schon in den Müll getan, aber sein Sohn hat ihm das mit der Schatzsuche erklärt und da hat er die Dose wieder zurückgelegt. Er hatte sich immer gewundert, was die Leute da an seinem Teich suchen und wollte ihn eigentlich schon absperren, aber jetzt wissen hier alle Bescheid und diese Schatzsucher richten ja auch keinen Schaden an.”- dann freue ich mich und bin glücklich und zufrieden über die Vorstellung des Geochaching in den Medien.

    Also:
    – Ich finde es dem Hobby zuträglich, wenn viele Leute das Cachen zumindest dem Namen und Gegenstand nach kennen. Und hierfür ist die Vermittlung durch die Medien schlechthin unabdngbar.
    – Ein pauschales “NO PRESS PLEASE” hingegen finde ich elitär, geheimniskrämerisch und snobistisch.
    – Sachliche, faire oder auch nur für das Cachen sympathieschaffende Berichterstattung erleichtert insbesondere Cache-Ownern das Leben.
    – Wir sind es der Öffentlichkeit schuldig, dass wir notigenfalls erklären, was wir da treiben, wenn unser Verhalten unseren Mitmenschen Sorgen bereiten kann. Ein verbreitetes Wissen um Gegenstand und Art des Hobbys kann solche Sorgen vermeiden oder mindern.

    Ein – wie ich finde – weitgehend gelungenes positives Beispiel kann man auf der Making-Of-Seite des NDR-Cache unter http://coord.info/GC2NJ1N (Geochaching.com) finden. Dieser Cache wurde extra für einen Radiobericht ausgelegt. Die Owner haben die Interviews selbst gegeben, Umfang und Art der Moderation waren vorher klar und alle Spoiler waren von den Ownern beabsichtigt und damit Teil des Cache. Ich wüßte nicht, was daran zu bekritteln wäre. Für wen der Cache damit seinen Reiz verloren hat, kann ihn ja einfach ignorieren – andere wollen den Cache gerade deshalb gern besuchen, weil er in den Medien war.

    • Vielen Dank für dein ausführliches Kommentar. Die Aktion ist ja im August 2009 entstanden. Zu dieser Zeit wurden einige wirklich gute Caches in unserer Region “verheizt”. Darauf haben wir diese Aktion damals ins Leben gerufen.

      Totalverweigerung ist es auch nicht, wenn du das Ganze mal liest. Aber wie gesagt es war August 2009. Irgendwie ist da die Luft raus und eigentlich alter Kaffeesatz. Muss nicht mehr groß hier darüber diskutiert werden.

  • Moin,

    dieser Artikel ist höchst interresant und teile machne Sachen deiner Meinung im Artikel, da ich auch selber Caches besitze kann ich auch nachvolziehen machen punkte.
    Da der Artikel schon lange besteht wundert mich, wieso nicht ab Anfang 2010 ich aufmerksam geworden bin.
    Wahr genommen habe ich nur durch einen Mitcacher im Profiel, werde auch in erwägung ziehen den Link zu veröffentlichen dies aktion, mehr noch eventuell noch auf Event hinzweisen auf das Thema kurtz.

    Gruss

    aus Hamburg

    zarkier und paco sani

  • Pingback: Unter Ulm | stk

  • Die Prosiebensat1 media ag hat es wieder geschafft:
    est der komische Akte bericht, vor ca. 2 wochen dann “das model und der freak”

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