No press, please! Es reicht!

Irgendwann ist das Maß einfach mal überschritten. Mir ist einfach schleierhaft wie es eigentlich passieren kann, dass unser Hobby von den Medien so gnadenlos ausgeschlachtet wird. Zur Zeit wird Geocaching wieder mal kräftig dazu benutzt das Sommerloch zu füllen.

Beispiele

Der schwarze Peter

Da wird z.B. von der dpa ein reißerischer Artikel veröffentlicht und jedes Magazin und jede Zeitung druckt und veröffentlicht diesen, ohne groß darüber nachzudenken. (z.B. Spiegel Online)

Spoilern ohne Ende

Des Weiteren werden in Artikeln Caches gnadenlos verbraten. Es werden Cacheverstecke und Rätsellösungen veröffentlicht, nette Ideen gezeigt, die eigentlich der Aha-Effekt des Geocache sind und bestimmt nicht im Vorfeld bekannt sein sollten. Dann werden wichtige Informationen über Geocaching einfach weggelassen, Unwahrheiten verbreitet oder sich einfach was aus den Fingern gesogen. Hauptsache man hat einen coolen Bericht, der Inhalt ist eigentlich zweitrangig.

Absprachen nichtig und falsche Informationen

Im Vorfeld werden mit den Geocachern Absprachen getroffen, die bei der Veröffentlichung des Artikels regelmäßig vergessen werden. Wie viele Fehler oft in einem Artikel sind, ist kaum zu glauben. Ich spreche hier nicht mal von Rechtschreibfehlern, obwohl sogar öfters “gecasht” oder “gekäscht” wird.

Weigern zwecklos

Der Owner des betreffenden Geocaches wird meist entweder gar nicht gefragt und wenn er einer Veröffentlichung von seinem Cache nicht zustimmt wird er schlichtweg übergangen. Dies ist z.B. in diesem Fall so geschehen. (Nürnberger Nachrichten oder Nordbayerische Nachrichten). Fragt man dann nach, werden fadenscheinige Ausreden gefunden. (Artikel ist schon raus, bin im Urlaub, kann da nichts machen, etc.)

Diese Liste könnte wohl endlos weiter geführt werden, aber irgendwann ist man das Ganze einfach leid.

no press, please

Für wen sind eigentlich diese Artikel von nutzen?

Positiver Effekt?

Wenn wir mal ganz ehrlich sind, für die Geocacher haben diese Artikel meist keinerlei positiven Effekt. Was dort drin steht ist bekannt oder falsch und regt einen eher auf. Den einzigen Nutzen haben wohl die Verleger, welche diese Artikel veröffentlichen, Stichwort Sommerloch und Lückenfüller. Meiner Meinung nach haben fast alle Berichte eher einen bitteren Nachgeschmack und gehen meist nach hinten los.

Neue Geocacher?

Es stimmt, durch manch einen Artikel wird ein Außenstehender erst auf Geocaching aufmerksam und findet somit ein neues Hobby. Vielen von uns ist es so gegangen. Die Anzahl der Geocacher ist aber in der letzten Zeit eh immens gestiegen und meist war das Ende vom Lied, dass Caches viel öfters gewartet werden müssen und hirnlose Dosen gestreut werden. Dies soll jetzt keine neuen Cacher abschrecken, aber diese sollten mit Bedacht an die Sache heran gehen.

Für Geocacher die gerne mal im Mittelpunkt stehen

Ja, das klingt böse, aber mal ehrlich, welche Geocacher stellen sich den meist zur Verfügung?

  • Entweder “Newbies” die erst kurze Zeit cachen und dies eben toll finden und es mitteilen wollen. Meist haben sie von den meisten Sachen noch nicht so die große Ahnung und merken nicht mal das sie spoilern oder falsche Angaben liefern indem sie einfach Gelesenes und Gehörtes fleißig nachplappern.
  • Dann gibt es eben noch Geocacher, denen es nicht darum geht das Geocaching erklärt wird, sondern das sie in der Zeitung stehen.
  • Oft sind es Geocacher von denen man entweder noch nie etwas gehört hat oder eben immer wieder etwas hört. Wenn dann aber bestimmt nicht weil sie so gute Caches gelegt haben.

Müssen wir uns das gefallen lassen?

Ich denke nicht. Mittlerweile sind wir Geocacher im Netz ziemlich präsent. Durch Foren, Twitter, Messenger, Mumble, Podcasts, Events und nicht zuletzt Blogs haben wir ein gutes Mittel dem entgegen zu treten.

Gerade durch dieses gute Informationssystem untereinander können wir uns gut zusammen schließen. Hier würde dann endlich mal das Grundprinzip von Blogs, nämlich die gegenseitige Vernetzung greifen.

Sagt mal NEIN zu Interviewanfragen! Das ständige verheizen und ausschlachten unseres Hobbies muss endlich mal ein Ende haben.

Ich schere alles über einen Kamm? Mit uns geht die Presse auch nicht anders um.

Was kann man tun?

Vergesst eure Gutgläubigkeit

Viele gehen mit dem guten Vorsatz zu einem Interview um die Unwahrheiten doch mal richtig zu stellen. Mal ehrlich, lasst es. Meistens habt ihr keinerlei Mitentscheidungsrecht was letztendlich veröffentlicht wird und Infos aus dem Zusammenhang gerissen, können oft ganz andere Aussagen zu Tage bringen.

Sagt NEIN

Spring mal über euren eigenen Schatten und vergesst euer Ego. Ob ihr in diesem Artikel nun erscheint oder nicht ist eh nach kurzer Zeit ohne Belang. Wenn ihr der Öffentlichkeit etwas kund tun müsst, dann macht es in Blogs, Foren, etc. Somit bleiben wir unter uns. Viele Blogs suchen z.B. Autoren die interessante Artikel beisteuern. (DIES WAR EIN WINK MIT DEM ZAUNPFAHL).

Informiert eure Mitcacher

Weist andere Cacher auf die Problematik hin. Nutzt dazu alle Informationskanäle die ihr habt. Je mehr Cacher davon wissen, umso mehr haben wir Erfolg und können diese laienhafte und reißerische Berichterstattung entgegen wirken. Verlinkt diesen Artikel.

Konzentriert euch auf das Wesentliche

Was könnte das sein? Kleiner Tipp – nennt sich Geocaching. Kümmert euch um euer liebgewonnenes Hobby, steckt dort lieber Zeit und Ideen rein um es für uns schöner zu machen, anstatt eure Energie an anderer Stelle (öffentliche Interviews) zu verschwenden.

Kommt mit Ideen und Vorschlägen

Du hast eine Idee dazu? Immer her damit. Dies soll ein offenes Projekt werden, auch um uns gegen diese Willkürlichkeit der Presse zu schützen. Grafiken, Berichte, Initiativen und alles was hilft ist herzlich willkommen.

 

Totalverweigerung? Nein.

  • “no press, please” soll keine Totalverweigerung gegenüber der Presse darstellen.
  • Sie soll den Medien eher klarmachen, dass man mit uns nicht alles machen kann.
  • Sie soll klar machen das die Medien etwas von uns wollen und wir nicht von ihnen.
  • Sie soll Geocacher sensibilisieren, dass man den Medien nicht einfach gutgläubig und naiv gegenübertreten darf.
  • Newbies sollen durch die Aktion auf die Problematik, die durch fehlerhafte Berichterstattung entsteht, aufmerksam gemacht werden.
  • Medien sollen merken, dass man uns nicht einfach “verheizen” kann. Sie sollen sehen das wir eine große Gemeinschaft sind.

 

Verlinkung und Kommentare erwünscht

Ich freue mich auf Kommentare, Meinungen, Unterstützung und Vorschläge von euch. Super wäre es wenn ihr diesen Artikel verlinken könntet, damit er als Ausgangspunkt für weitere Ideen genutzt werden kann. Jeder der diese “Aktion” unterstützt wird, natürlich gerne verlinkt.

Zum verlinken verwendet bitte folgenden Code:

Hier lässt sich der Code leider nicht richtig anzeigen, kopiert deswegen den Code hier bei uns im Forum.  Hier geht es zum Code.

So sieht das dann aus:

nopress

Twitter

Für alle die in Twitter unterwegs sind gibt es hier was.

 

 

 

Welche Webseiten machen bei der Aktion mit?

  1. Geckos Geocaching
  2. Rewald
  3. Spike05de
  4. Cacher der Region Starkenburg
  5. vonRichthofen
  6. FloRic’sSeite zur Dosensuche
  7. Liska.de
  8. Worldcaching
  9. Geocaching Bayern
  10. Fikkis Geoblog – CGN
  11. Helixrider
  12. Wesverl’s Geocaching Blog
  13. Geocaching mit den GeoFüchsen
  14. Archanda’s Geocaching Blog
  15. Carstens Blogversuch
  16. Outdoor -Blog by Outdor-Spirit
  17. JeeperMTJs JCC Blog
  18. Dosengrabscher
  19. Irrlicht’s Blog
  20. Worldcaching Blog
  21. Wandercache

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Über den Autor Gecko-1

Liebt den Unterhaltungsfaktor beim verstecken und suchen von Geocaches. Richtiger Name: Holger Hauptverantwortlicher von Geocaching-Franken.de und Gründungsmitglied des Gecocaching Teams G-e-c-k-o-s. Seit 2005 vom Geocache Virus infiziert. Außerdem ist er auch in der Fotografie Szene, abseits des Gewöhnlichen sehr aktiv. www.visual-dreams.de

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65 comments

  • Pingback: Geocaching-Treuenbrietzen.de – Aktion: No press, please! Es reicht!

  • Pingback: Cach soll zurück nach Europa | Geocaching, oder die Suche nach der Tupperdose

  • Toller Artikel, gleich mal an meien cacher kollegen weitergegeben ;)

  • es geht nur der Spiegel-Link.. die anderen gehen auf nordbayernonline Hauptseite :-/

    was meinste, warum ich damals mit bin,.. besser meiner ist verheizt, als was anderes richtig Gutes ;-)

  • Die Zeit, wo Geocaching ein Hobby war, was nur von “Eingeweihten” im Verborgenen betrieben wurde, ist doch schon lange vorbei!

    Es vergeht kaum eine Woche, wo nicht in einer Tageszeitung über Geocaching berichtet wird und das oft ganz ohne das zutung von Geocachern. Vielleicht ist bei einigen – gerade wegen dem fehlenden Fachwissen durch unterstützende Geocacher – die Artikel so fragwürdig?

    Dazu kommt, dass diverse Gemeinden und auch Naturparks die Geocacher als weitere mögliche Kunden identifiziert haben und eine ganze Verkaufsindustrie es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Geocacher mit allem, was er für sein Hobby “benötigt”, zu beglücken…

    Dank Smartphones kann mittlerweile wirklich Jeder auf Schatzsuche gehen. Geocaching und Kommerz lässt sich schon lange nicht mehr trennen. Daher glaube ich, ist auch eine Berichterstattung schon lange nicht zu verhindern…

    Weiter glaube ich, dass es kaum Sinn macht, den alten Zeiten nachzuweinen – es geht eher darum, wie man Geocaching in der Öffentlichkeit darstellt, ohne das es all zu großen Schaden nimmt? Wie man Geocacher für Probleme sensibilisiert, die sie verursachen und wie man Newbies auf den rechten Weg bringt…

    … und dazu gehört auch eine gute Öffentlichkeitsarbeit!

    Daher finde ich den Titel der Aktion “No Press please” zu provokativ! Es sollte eher ausgedrückt werden, dass man an dieses Thema mit Bedacht und einer eigenen Zielsetzung gehen sollte, sich im Vorfeld überlegt, welche Konsequenzen so ein Beitrag haben könnte… wenn dann im Vorfeld auf einer Vertrauensbasis noch die Spielregeln für den Artikel geklärt worden sind, müsste es klappen?!

    Just my 2 cents,
    Joerg

    • Hallo Joerg,

      Bitte mache dir bewusst, dass dieser Artikel im August 2009 entstanden ist. Seit dieser Zeit hat sich mächtig viel verändert, ob gut oder schlecht sei dahingestellt. Evtl. haben auch viele dieser “Berichterstattungen” seit dem dazu beigetragen, dass Geocaching heutzutage so ist, wie es ist.

      Schöne Grüße
      Holger

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