Wie erkenne ich kinderfreundliche Geocaches? – Teil 2

Wie erkenne ich kinderfreundliche GeoCaches?

Welche Informationen kann man sich zusätzlich zum Listing selber holen und haben Einfluss auf die Auswahl des Caches?

jutta rotter pixelio.de
© jutta rotter  / pixelio.de

Woran können sich Eltern orientieren bei der Beantwortung der Frage, ob es der richtige Cache für einen Familienausflug ist, oder ob das ein Mama- oder Papa-Cache ist, den sie lieber alleine machen sollten, wenn die Kinder einmal bei ihren Freunden sind?

 

Die D-Wertung

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Die D-Wertung steht für die Schwierigkeit des Findens bzw. der Aufgabenstellung. Je höher die Zahl, desto schwieriger ist die Dose zu finden oder die Lösung der Aufgabe zu ermitteln. Für kleine Kinder (unter vier Jahren) ist eine hohe D-Wertung absolut ungeeignet, die Kinder verlieren schnell die Lust an diesen Caches. Ab einem Alter von ca. fünf bis sechs sind auch Caches mit einer etwas höhere Wertung von Interesse, weil dann der Forschergeist bei den Kleinen durchkommt („ich bin der Größte und werde dahinterkommen“). So ab zehn Jahren sind die Kinder bei der Suche voll dabei und die D-Wertung ist nicht mehr so stark zu berücksichtigen, außer es handelt sich um einen Themen-Cache, bei dem man bei den Stages spezielles Wissen benötigt. Wir (sabine1967) können davon reden, wir haben mit unserem siebenjährigen Sohn einen D5-T3,5-Mathe-Multi gemacht.
Gut, dass es durch den Wald ging, da konnte sich unser Kleiner mit Käfer suchen und Äste klein schlagen beschäftigen, während Mama und Papa Matrix-Gleichungen gelöst haben. Bei Mystery-Caches kann der hohe D-Wert Folge eines schwierigen Rätsels sein, dann sagt der Wert nichts Verlässliches mehr über die Schwierigkeit des Findens vor Ort aus.
Als Eltern kennt man seine Kinder am Besten und kann einschätzen, was möglich ist und was nicht. Es gibt Kinder, die lieben das Abenteuer, andere wiederum sind kleine Angsthasen. Nach unserer Erfahrung (sabine1967) ist es gut, wenn man mit mehreren Kindern loszieht, da halten die Kinder am besten durch. Sie ermutigen sich gegenseitig und es entsteht ein Wir-Gefühl. Dann darf die Suche auch mal etwas länger dauern, ohne dass die Kinder meutern.

Die T-Wertung

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Die T-Wertung steht für die Schwierigkeit des Geländes. Je höher die Zahl desto mehr Gefahr besteht. Bei T5 ist eine Spezialausrüstung erforderlich (Kletterausrüstung, Tauchausrüstung, ein Boot, etc.) . Eine genaue Mindestalter-Empfehlung zwischen T1 – T5 ist schwer zu treffen. Es gibt Kinder, die mit fünf Jahren problemlos einen T5-Cache mitmachen bei entsprechender Ausrüstung und Sicherung. Manche Kinder wollen schon bei einem T3-Cache aussteigen, weil sie Angst bekommen.
Man muss sich als Familie herantasten und es vor Ort entscheiden, ob man den Cache macht. Besonders bei Nachtcaches kann ein T2-Cache für manche Kinder vom Empfinden her zu einem T4,5-Cache werden, weil sie Angst haben, sich in der Dunkelheit im Freien zu bewegen, und weil sie die Geräusche nicht zuordnen können, die sie hören.
Man sollte als Eltern eine gewisse Sorgfalt walten lassen bei der Auswahl eines Caches. Am Besten schaut man sich die Karte einmal als Satellitenbild an, dann bekommt man einen Eindruck von dem Gebiet. Alte Burgen oder Steinbrüche haben manchmal höhere T-Wertungen, können aber trotzdem mit Kindern gut gemacht werden, denn diese Gelände üben eine hohe Anziehungskraft auf Kinder aus und bieten oft schöne Spielplätze.
Jede D/T-Einstufung ist jedoch Abhängig von den Fähigkeiten des Owners und vom jeweiligen Gebiet. Ein T3 in der norddeutschen Tiefebene ist nicht vergleichbar mit einem T3 im Fichtelgebirge oder im Allgäu. In Norddeutschland empfinden die Cacher Anstiege im Gelände womöglich als deutlich schwieriger als Cacher aus Gebirgsgegenden, die ihrerseits eher Probleme mit “einfachen “ Wattwanderungen haben könnten. Zusätzlich sollte man sich vor Augen führen, dass viele Caches mit hoher T-Wertung von Erwachsenen für Erwachsene gelegt wurden. Je nach Cache kann es sinnvoll sein, für Kinder auch schon bei T=4 eine Sicherungsmöglichkeit zur Hand zu haben.
Grundsätzlich gilt, dass Sicherheit vor geht und dass man einen Cache auch einfach einmal liegen lassen muss, wenn man nicht sicher an ihn heran kommt.

http://www.geocaching.com/hide/rate.aspx
http://www.gc-reviewer.de/hilfe-tipps-und-tricks/schwierigkeits-gelaendewertung/
http://www.zwanziger.de/temp/rating.html

Die Attribute

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Die Attribute geben einen weiteren Hinweis darauf, worauf  man sich bei einem Cache einlässt.
Die Attribute teilen sich in mehrere Gruppen auf.
Die erste Gruppe der Attribute gibt Auskunft über das, was erlaubt ist (Permissions), die Gruppe Equipment gibt an, welche Ausrüstungsgegenstände benötigt werden, die dritte Gruppe der Attribute beschäftigt sich mit den Bedingungen (Conditions), die man vorfindet, die vierte Gruppe gibt an auf welche Gefahren (Hazards) man stoßen kann, die letzte Gruppe beschäftigt sich mit dem was man zusätzlich zum Cache vorfindet (Facilites).
Maximal können 15 von 66 Attributen gesetzt werden. Die genaue Beschreibung der Attribute erfolgt in einen eigenständigen Artikel.

Über den Autor GC-Franken.de

Hinter Geocaching-Franken.de steht ein mehrköpfiges Reaktionsteam.

Durch die Zusammenarbeit im Team wollen wir vor allem gut ausgearbeitete Artikel zu verschiedenen Themen online stellen.

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