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[Info] wer zahlt es ?? - Druckversion

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wer zahlt es ?? - H@nnsl - 18.07.2016

Texte, Bilder, Links, etc. sind erst ab der Gruppe "Volles Mitglied" sichtbar.

Heute zufällig drüber gestolpert.
Eigentlich ein 08/15 Cache wie ihn jeder legen würde. Aber jetzt wurde ein Elefant daraus.

Die interessante Frage - wer zahlt den diesen Riesenaufwand von SEK usw.? Kann hier der Cacheleger zur Verantwortung gezogen werden?
Den Cacheleger rauszufinden dürfte ja nicht so schwer sein für die Polizei über die GC Seite.


RE: wer zahlt es ?? - homer_j_simpson - 18.07.2016

Normalerweise zahlt das der Staat bzw. der Steuerzahler. Ich habe jedenfalls noch von keinem Fall gehört bei dem im ähnlich gelagerten Sachverhalten der Verstecker regreßpflichtig gewesen wäre.

Wenn der "besorgte Bürger" - man sollte heutzutage diesen Begriff vorsichtig verwenden - einen Notruf absetzt und der fachkundige Polizeibeamte eine öffentliche Gefährdung vermutet die sich später als ungefährlich herausstellt zahlt das in der Regel der Staat. Den Cacheleger wird man in der Regel nur heranziehen wenn er vorsätzlich oder grob fahrlässig handelt, z. B. dickes Rohr verstecken mit der Aufschrift "Bombe" drauf ... hats schon gegeben.

Bei ordentlicher Kennzeichnung der Dose (Geocaching-Aufkleber z. B.) dürfte da nix passieren. Der Cacheleger wollte ja hier eigentlich nix gefährden.

Ich denke das Beste würde sein als Owner zur Polizei zu gehen und sich zu "stellen". Passieren kann da denke ich in der Regel nix ausser dass man halt eine Standpauke bekommt. Evtl. kann das Ganze mit einer Entschuldigung wieder gerade gebügelt werden.


RE: wer zahlt es ?? - fritz-aus-bayern - 18.07.2016

Bei einem T5 am Mast einer Strassenbeleuchtung bei Frankfurt wurde der Owner zur Kasse gebeten. An einem ehemaligen Gittermast wurden sogar die Found-Logger ermittelt und wurden zusammen mit dem Owner vor Gericht zu einer monetären Strafe verurteilt.

Es empfiehlt sich eindeutig, die Guideline zu beachten. Sinngemäss steht dort, dass man die Erlaubnis des Grundeigentümers benötigt. Und zum Suchen bzw Verstecken sagt das bay. Umweltministerium "... das Suchen ist erlaubt, das Verstecken nur mit Erlaubnis des Eigentümers, des Forstes, des Naturschutzes, ..."


RE: wer zahlt es ?? - Skaut - 18.07.2016

(18.07.2016, 13:52)fritz-aus-bayern schrieb: Texte, Bilder, Links, etc. sind erst ab der Gruppe "Volles Mitglied" sichtbar.
Weitere Infos dazu findest du hier -> Versteckte Inhalte

Und wir werden werden eine Cachedichte wie 2003 haben, ich freue mich drauf...
Vermutlich auch Jeremy und seine Kumpels aus dem HQ.


RE: wer zahlt es ?? - homer_j_simpson - 18.07.2016

Auch wenn man die Erlaubnis des Grundstückseigentümers hat könnte ein unbeteiligter Beobachter Versteck- und Suchaktionen oder sogar die legal platzierte Dose als Gefahr ansehen und die Polizei alarmieren.

Klar steht in den Guidelines dass man die Erlaubnis des Grundeigentümers braucht. In der Praxis wird dieser Punkt aber eher weniger beachtet da bestimmt nicht für jeden Rastplatzmicro die Genehmigung des VErkehrsministeriums eingeholt wird. Die Passage dient meiner Meinung nur dazu, Groundspeak rechtlich abzusichern.
In der Praxis wird das Cachelegen im Wald von den Behörden eher geduldet - man will sich ja keine Wähler vergraulen.


RE: wer zahlt es ?? - massafranz - 19.07.2016

(18.07.2016, 19:06)Skaut schrieb: Texte, Bilder, Links, etc. sind erst ab der Gruppe "Volles Mitglied" sichtbar.
Weitere Infos dazu findest du hier -> Versteckte Inhalte
Es ist ja jetzt schon so, dass aktuell in Deutschland pro Tag im Schnitt doppelt so viele Caches von der Karte verschwinden wie neu dazukommen.
In 10 Jahren dürfte es dann wohl soweit sein... Emo022


RE: wer zahlt es ?? - GeoLemmi - 19.07.2016

Eigentlich wird grundsätzlich bei einer verdächtigen Wahrnehmung nach dem verdächtigen Gegenstand geschaut.

Kann man sicher sagen, dass es ein Geocache ist, dann erledigt sich der Einsatz sehr schnell.

Besteht irgendein Zweifel, dann wird der Einsatz hochgefahren aus Sicherheitsgründen. Das entscheidet der jeweilige Einsatzleiter.

Auch wenn die Info kommt, dort könnte ein Geocache liegen und es bestehen nur geringste Zweifel, dann geht es weiter.

Wichtig ist, er hat eine Erlaubnis dort zu liegen, so dass eventuell Anwohner Bescheid wissen und er ist entsprechend gekennzeichnet, so dass man ihn als Geocache erkennen kann.

Hat der Owner alle Regeln beachtet, dann wird ihm im seltensten Fall etwas passieren.

Wobei ich schon erlebt habe das Suchende angezeigt wurden die mehr oder weniger neben dem Cache, will sie nichts fanden, durch die Büsche regelrecht gebrochen sind und den Bereich beschädigt und verwüstet haben.

Aber wegen einem Polizeieinsatz, das jemand zur Kasse gebeten wurde wegen einem Geocache, habe ich noch nicht erlebt. Wobei hinter den Kulissen schonmal eine Rechnung raus geht, die nicht jeder mitbekommt. Will ich deswegen nicht ausschließen.

Wobei es nicht auszuschließen ist, dass der Owner die Kosten für den Einsatz zahlt, wenn er die Regeln missachtet. Was manchmal, meiner Meinung nach, nicht schlecht wäre. Gibt so grenzwertige Sachen die so nicht sein müssen ...

Die Polizei hat jederzeit die Möglichkeit die Daten der Owner und auch Suchenden zu ermitteln.

Aber wie gesagt, sie muss jederzeit im Zweifel tätig werden. Deswegen rate ich jedem die allgemein bekannten Regeln zu beachten, dann wird er es leichter haben und keine Probleme bekommen.

Man muss ja keine Dose am sensiblen Orten ohne Wissen von Berechtigten verstecken ... Und eine Genehmigung kriegt man einfacher als man denkt. Einfach fragen ...

Derjenige kann der Polizei dann direkt vor Ort Entwarnung geben, was öfters mal passiert.

Die meisten trauen sich nur nichts zu sagen. Die Leute beißen selten. Im Gegenteil meist sind sie begeistert und "bewachen" den Cache [WINKING FACE]


Gruß Lemmi1de.

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RE: wer zahlt es ?? - homer_j_simpson - 19.07.2016

Danke an Lemmi, da kommt die Info quasi aus "erster Hand".

Ist uns auch schon mal passiert. Abends wurde quasi vor der Haustüre ein Tradi gepublished, also gleich mal raus und gesucht.
Nachdem mehrere Leute schon vor Ort waren und mit Taschenlampen suchten kam auch ein Streifenwagen der Polizei an. Die wurden von den Anwohnern alarmiert dass da gegenüber verdächtige Aktionen abliefen. Die Dose war aber an keinem sensiblen Ort platziert, es war ne alte Wurstbude die dort abgestellt war, quasi fast ein LostPlace.

Nachdem die beiden Beamten fragten was hier so passiert haben wir ihnen den Petling gezeigt und erklärt warum wir hier sind. Die waren dann ganz freundlich und haben sich fast noch entschuldigt, aber sie müßten halt jedem Anruf nachgehen.
Mit gegenseitigem Verständnis und Offenheit auf beiden Seiten gehts ganz gut.


RE: wer zahlt es ?? - ulinator - 25.07.2016

In diesem Fall spielt aber auch noch eine andere Komponente mit rein, die vielleicht nicht ganz unswesentlich ist: warum müssen Caches an / in / unter / über Verkehrsschildern (oder ähnlich öffentlichen Plätzen) versteck werden?
Es ist ja eigentlich nicht unlogisch, dass man an solchen Stellen irgendwann mal jemandem mit seinem Tun auffällt.
Emo009
Es gibt sicher tolle Konstruktionen an hoch frequentierten Plätzen, die auch ihre Daseinsberechtigung haben, aber ein 0815-Verkehrsschild klingt für mich eher nach Lückenfüller mit Drive-in-Charakter.

Bei mir hält sich der Spaßfaktor jedenfalls in engen Grenzen, wenn ich an solchen Stellen etwas suchen muss und dann evtl. noch angesprochen werde. Im Zweifelsfall erkläre ich dem Fragenden eben das Spiel. Dann verstoße ich zwar gegen das ungeschriebene Muggel-Gesetz, aber muss dann nicht wie der Verbrecher abrücken und am Ende sogar noch mit einer Vorladung rechnen.

Und ja, ich habe das schon einige Male praktiziert (sogar bei einer harmlosen QTA-Stage, die ich nicht gleich entdeckt hatte und daher etwas planlos umhergeirrt bin). Die Resonanz war am Ende immer Interesse an diesem Hobby und niemals Ablehnung.

Dieses Stealth-Gehabe ist für mich irgendwie ein Grund, einen Cache eher nicht zu suchen, auch wenn ich diesen Grundsatz hier und da breche, wenn es mich von Hörensagen wegen doch juckt Emo023 . Aber dann darf ich mich auch nicht beschweren.


RE: wer zahlt es ?? - H@nnsl - 25.07.2016

ja - so schnell holt einen die Wirklichkeit ein.
Aus dem traurigen Anlass von gestern in Ansbach habe ich jetzt erstmal meine Cache im Ansbacher Stadtgebiet deaktiviert und die Dosen eingesammelt. Verständlich sind jetzt die Ansbacher Bürger hoch sensibilisiert. Und auch die Polizei steht sehr unter Anspannung. Jedes verdächtige (gesuche - geschaue und geschraube) wird doch jetzt verständlicherweise anderes gesehen und interpretiert.

Tja - Caches in der Stadt. Gutes neues Thema in der jetzigen Zeit in Bayern und Franken.


RE: wer zahlt es ?? - massafranz - 25.07.2016

Lasse sie bitte nicht zu lange in der Versenkung liegen.
Warte 1-2 Wochen, dann gehe mit den Dosen, Lageplan und Fotos der Locations zur Polizeidienststelle.
Erklären wirst du nicht viel müssen. Emo025
Dann wissen die zuständigen Stellen zumindest, dass Auffälligkeiten an diesen Stellen nicht automatisch ein Risiko darstellen.
Das entspannt die Leute dann doch ein wenig. Und wenn Du noch Cacherkollegen aus der Gegend dazu bringst es dir gleichzutun, läuft die Sache gleich viiiel entspannter. Emo023


RE: wer zahlt es ?? - GeoLemmi - 25.07.2016

Bei uns in Oberfranken kennt die Polizei die Lage der Geocaches. Zumindest die Tradis und bei den anderen kann sie sich was dazu denken.

Normal reicht es die Anwohner zu informieren denke ich.

Die Einsatzentrale hat hier einen Premium Account direkt von Groundspeak. Den Reviewern ist auch der Account Name bekannt.



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RE: wer zahlt es ?? - GeoLemmi - 25.07.2016

Ich rate nur den extremen Stealth Cachern in Tarnanzug und Rucksack mal über ihre Kleidung nachzudenken. Vielleicht ist derzeit besser was anderes angebracht.

Nur als Tipp. Weil solche könnten Anwohner mit anderen verwechseln und dann könnte es der Gesundheit mal schaden.

Mal drüber nachdenken ...

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RE: wer zahlt es ?? - widdi - 26.07.2016

(25.07.2016, 20:35)Lemmi1de schrieb: Texte, Bilder, Links, etc. sind erst ab der Gruppe "Volles Mitglied" sichtbar.
Weitere Infos dazu findest du hier -> Versteckte Inhalte

meine Erfahrung ist da eher: je selbstverstaendlicher und oeffentlicher Du bist.. desto weniger interessiert es einen. Und mit Verlaub... momentan bei der Stimmung der Menschen - je "deutscher", desto ungefaehrlicher bist Du. Aber sieh' es so.. auch ich habe jetzt eine Engelbert-Strauss-Hose... die amerikanische Army-Hose ist aber dennoch angenehmer zu tragen.
man.. ich hab Uebergewicht, humpel etwas und komm in Tarnhose und Tshirt... ich entspreche nicht gerade einem Verdaechtigenschema.. Emo025

Ich war jetzt erst wieder an einem Cache im Gewerbegebiet.. Jeans, Hemd, Leuchtweste und 3 stufige Klappleiter.. viele fuhren an mir vorbei.. interessiert hat es keinen


RE: wer zahlt es ?? - homer_j_simpson - 26.07.2016

Seh ich ähnlich,
"Normale" Kleidung (wir tragen auch meist die ES-Kollektion) und nicht so auffällig unauffällig rumtun kommt besser als Tarnklamotten und der verzweifelte Versuch unauffällig zu wirken.

Wir sind in unserer "Cacherkarriere" bisher nur einmal auf Unverständnis gestossen - ein Cache in einem Parkhaus und ein privater Sicherheitsdienst. Der war nicht zu überzeugen - na ja, der Typ hat anscheinend seine eigene traurige Existenz bedauert und hätte bei einer Verfolgung zu Fuß eh den Kürzeren gezogen. Fehlte nur noch der Segway falls Ihr die Filme kennt ....

Ansonsten haben wir die Erfahrung gemacht dass offenes Zugehen auf Anwohner und die Polizei oder andere öffentliche Stellen mehr bringt als Heimlichtuerei. Anwohner und Muggel haben fast alle schon mal von unserem Hobby gehört und finden das meist gut. Die Polizei ist auch recht zugänglich wenn sie in den Dosen keine Gefährdungen sehen. Offener Dialog mach da entschieden mehr Spaß als sich rumzustreiten.

Zu manchen Caches bestehen geteilte Meinungen. Neulich kam mal wieder einer raus bei dem man an einer Bundesstraße auf ein Verkehrsschild klettern muß. Gefällt definitv nicht, den kann man auch unten magnetisch rankleben und es gibt auch den Statisktikpunkt.